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Alter: 11-12

Trainer: Timo Land
Trainer: Pia Heintze
Email: knabenb@dresden-hockey.de

Trainingszeiten:
Dienstag: 16:15-18:00
Freitag: 17:00-18:30

Knaben B beim Spreepokal in Güstrow

Freitag, 24. März 2017 von Dave

Als die Trainer Jonas und Timo vor Beginn der Hallensaison als Saisonziel die Teilnahme am Spreepokal in Güstrow verkündeten, war das für die meisten Jungs und Eltern noch kein Begriff. Tatsächlich handelt es sich um die Ostdeutsche Meisterschaft dieser Altersklasse. Dem in Geografie geschulten Bürger wird sich auch die Frage stellen, seit wann die Spree durch Güstrow fliest? Das hängt wohl mit der Historie des Turnieres zusammen, das zwischenzeitlich in Berlin stattfand (Theorie des Berichterstatters). Die letzte Teilnahme eines ESV-Teams datiert aus dem Jahre 2014. Also war es wieder einmal an der Zeit, bei diesem Event präsent zu sein. Dazu war es notwendig, in der Mitteldeutschen Meisterrunde eines der beiden besten sächsischen Teams zu sein. Nach einem mit 2 Niederlagen unglücklichen Start in die Saison steigerte sich das Team zusehends und konnte immerhin gegen beide Köthener Teams Siege einfahren, dem Mitteldeutschen Meister Jena ein Unentschieden abringen und gegen den ATV vor heimischen Publikum ein sehr starke Leistung zeigen. Damit war man am Ende 4. und zweitbestes sächsisches Team.
Nachdem die Qualifikation sicher war, wurde die Organisation für die Reise nach Güstrow in Angriff genommen. Das erwies sich für den Chef-Organisator Steffen als ziemlich nervenaufreibend, da die Ausschreibung erst 2 Wochen vor dem Turnier veröffentlicht wurde und darin unter anderem zwingend ein jugendlicher Schiedsrichter gefordert wurde. Grundsätzlich ist ja schön, wenn Nachwuchsschiedsrichter gefördert werden, nur sollte man das frühzeitig über die jeweiligen Verbände organisieren! Zum Glück wurde dies noch entschärft, so dass Timo „nebenbei“ noch pfeifen durfte. Außerdem war die Jugendherberge vor Ort bereits frühzeitig ausgebucht. Glücklicherweise wurden offenbar von einem nicht qualifizierten Team noch Plätze frei, so dass uns die Fahrt nach Teterow erspart blieb, was auch gut war. Aus sportlicher Sicht musste leider Spielmacher Aaron P. verletzungsbedingt passen. Aufgrund der weiteren Anreise waren wir in der Nachmittagsrunde angesetzt, so dass wir uns Samstag früh auf den Weg in den Norden machten. Das Wetter war dem Anlass leider nicht würdig und wir mussten uns durch Sturm und Regen kämpfen.
In unserer Vorrundengruppe waren die Teams vom Berliner HC, der Berliner Meister Potsdam, Schwerin und Köthen II, die bis auf letztgenannte Neuland für uns waren. Es war aber unschwer vorhersagbar, das die Teams aus dem Berliner Raum die sportlich anspruchsvollste Gegner sein würden, die unsere Jungs in ihrer bisherigen Hockeykarriere vor dem Schläger hatten. Des Weiteren erfuhren wir nach unserer Ankunft, dass der Spielplan kurzfristig von 1×15 min auf 2×10 min geänderte wurde, womit der Zeitplan komplett ins Hängen kam. In unserem Auftaktspiel ging es gleich gegen einen Turnierfavoriten, den BHC. Schon beim Einspielen war zu beobachten, wie gut die Jungs Schläger und Ball beherrschen. Die Favoritenrolle war eindeutig vergeben. Unsere Trainer Jonas und Timo stellten unsere Jungs auf den zu erwartenden Angriffswirbel ein und so baute sich eine tiefe Fünf um unseren Schusskreis auf. Die Berliner ließen den Ball kreiseln, um den irgendwo eine Lücke zu finden. Doch das Bollwerk stand stabil, allerdings war es für unsere Jungs auch äußerst schwierig, bei eigenem Abschlag aus der Abwehr überhaupt eine Anspielstation zu finden, da die BHC-Jungs sofort attackierten. Einmal gelang es den Hauptstädtern bis zur Pause doch und die Festung einzunehmen und das 0:1 zu erzielen. Auch im 2.Abschnitt bot sich ein ähnliches Bild aber unsere Jungs ließen sich nicht rauslocken. So bedurfte es einer Berliner Ecke, um das 0:2 zu erzielen, wobei es auch bis zum Ende blieb. Ein sehr achtbares Resultat für unsere Knaben.
Im zweiten Spiel trafen wir auf die Jungs aus Schwerin. Ein schwer einschätzbarer Gegner und es war natürlich auch die Frage, wieviel Kraft das erste Spiel gekostet hatte. Unsere Jungs hatte gleich zu Beginn eine gute Chance, die nicht genutzt werden konnte. Danach wurde Schwerin deutlich stärker unsere Jungs taten sich schwer, nach vorn Akzente zu setzen. Die Bälle gingen auch zu leicht verloren. Schwerin nutzte dies und führte zur Halbzeit bereits 0:2. Auch in der 2.Halbzeit wurde es nicht wirklich besser, so dass am Ende 0:4 stand. Wahrscheinlich hatte das 1.Spiel doch einige Körner gekostet.
Im dritten Spiel ging es Köthen II einen bekannten Kontrahenten aus Mitteldeutschland. Hier durfte man berechtigte Hoffnungen haben, sich ein heißes Duell um Platz 4 liefern zu können. Es ging auch gut los und Paul konnte nach Vorlage von Jannik zum vielumjubelten 1:0 für einschieben. Leider wurde unser Spiel dadurch nicht sicherer und Köthen II konnte zum 1:1 ausgleichen. Zu allen Überfluss gelang es den Köthenern nach einer Fehlerkette unsererseits auch noch das 1:2. Unsere Jungs versuchten alles noch den Ausgleich zu erzielen. Einmal war der Ball noch im Köthener Tor, leider hatte Fabian wohl kurz vor dem Schusskreis abgezogen. Sehr schade und eine vermeidbare Niederlage, ein Unentschieden hätte gereicht, wie sich später herausstellen sollte.
Da sich im Spitzenspiel BHC und Potsdam 0:0 getrennt hatten, wurde der Staffelsieg zwischen beiden über das Torverhältnis entschieden. Das führte dazu, dass beide in ihren Spielen extrem „Gas“ gaben, um möglichst viel Tore zu erzielen. Auch zum Leidwesen von Schwerin und Köthen, die gegen den BHC 9 bzw. 13 Dinger kassierten. Dadurch war Potsdam gezwungen, in ihrem letzten Spiel gegen uns nachzuziehen. Das lies nichts Gutes für unsere Jungs erahnen. So ging es mit fast 2h (!) Verspätung ins letzte Spiel des Tages. Mit einer etwas veränderten Aufstellung rückte Jannik diesmal in die Mittelposition. Und zu unserem Erstaunen ließen sich unsere Jungs von den Potsdamern nicht komplett hinten reindrängen. Mit der veränderten Anspielstation in der Mitte, gelang es auch besser, die Bälle aus der Abwehr nach vorn zu bekommen. Und so war auch die oder andere gelungene Offensivaktion unserer Jungs zu sehen. Den Potsdamern gelangen zwar 2 Tore bis zur Halbzeit, doch ein Schützenfest wurde es nicht. Im 2.Abschnitt gelang unseren Jungs nach Janniks Vorarbeit der 1:2 Anschlusstreffer durch Lasse. Die Potsdamer konnten ihrerseits auf 1:3 erhöhen. Sie blieb es bis in die Schlussphase, wo unseren Jungs etwas Kraft und Konzentration verloren ging und Potsdam noch durch mehrere Ecken, die von einem Spieler mit hünenhafter Statur unter die Latte genagelt wurden, auf 1:6 davonzog. Trotzdem war es eine gute Leistung unserer Jungs.
Nachdem der veränderte Zeitplan unsere Essenspläne in der Jugendherberge komplett geschmissen hatte, konnte durch eine Vorhut noch Teile des Buffets gesichert werden. Als Ergänzung wurden noch einige Pizzen geordert. So hieß es jetzt schnell Essen, Duschen und Betten beziehen, da noch ein kleines Abendprogramm geplant war. Fabios Vater Dirk, der als Edelfan mit der nächsten Generation Hockeyspielern angereist war, hatte Laptop, Beamer und Lautsprecher aufgebaut um die von Steffen bereitgestellte „Ecke, Schuss, Gold“-DVD den Jungs, Trainer und Begleitern vorzuführen. Der eine oder andere musste allerdings dem anstrengenden Tag vorzeitig Tribut zollen 
Da wir als Gruppenfünfter am nächsten Tag nur noch ein Spiel gegen den Mitteldeutschen Meister Jena zu bestreiten hatten, konnten wir den folgenden Morgen etwas entspannter angehen. Nach Frühstück und Sachen packen ging es dann nochmal in die Güstrower Messe- und Kongresshalle, die 2 Hockeyfeldern stirnseitig aneinander Platz bietet. Nach interessanten und teilweise hochklassigen Überkreuzvergleichen waren wir im Spiel um Platz 9 gegen Jena dran. Unsere Jungs hatten sich etwas vorgenommen und Lasse konnte nach Vorlage von Fabian das 1:0 erzielen. Leider ließ aber der Jenaer Ausgleich nicht lange auf sich warten und bis zur Pause stand es 1:2 gegen uns, wobei wir auch unsere Chancen hatten. Im 2.Abschnitt gab es dann eine Jenaer Ecke. Und die Variante war uns wohl bekannt, dass der Ball zum Rausgeber zurückgespielt wird, der dann einschiebt. Nur leider hatten die Jungs nicht zugehört oder der verantwortliche Rausläufer, der dies verhindert sollte, hatte gepennt. So stand es 1:3, komplett unnötig! Leider fiel auch noch das 1:4. Kurz vor Ende bekamen wir auch unsere 1.Ecke und Fabian ließ sich die Chance nicht entgehen und sorgte für eine 100%-ige Eckenquote.
Nachdem wir mit unserem Programm durch waren, blieben einige von uns noch bis zum Finale, indem in einer Berliner Stadtmeisterschaft der BHC auf Blau-Weiß traf. Nach leichten Vorteilen von Blau-Weiß und einer Halbzeitführung konnte der BHC das Ding noch drehen und am Ende 3:2 gewinnen. Das war Klassehockey von beiden Teams. Aus mitteldeutscher Sicht konnte Köthen I nach einem knappen 3:4 gegen Potsdam Platz 4 erringen.
Auch wenn es für unsere Jungs am Ende nur zu Platz 10 gereicht hat, muss man den Jungs ein Kompliment machen. Platz 4 in der Staffel wurde nur knapp verfehlt, dann wäre auch Platz 7/8 drin gewesen. Außerdem fehlte mit Aaron P. auch etwas Offensivkraft und einige Jungs spielen auch noch nicht so lange Hockey bzw. sind noch C-Knabe. Und gerade gegen die starken Mannschaften haben sie die besten Spiele gemacht. Auf alle Fälle haben sie jede Menge Erfahrung gesammelt, die sie hoffentlich für ihre künftigen Aufgaben nutzen können.

Mit dabei waren:

Aaron J., Arved, Fabian, Fabio, Jannik, Lasse, Ole, Paul und Philipp, die Trainer Jonas und Timo (gleichzeitig noch als Schiedsrichter im Einsatz, Danke!) sowie die Fans und Fahrer Steffen (der die ganze Orga geschmissen hat, Vielen Dank!), Dirk, Heiko und Jens

Ole ESV!

Jens Thiele

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1 Kommentar »

  1. Ein sehr feiner wie recht umfangreicher Bericht. Äußerst erfreulich war doch, unseren Jungs die Nordreise zu ermöglichen. Schon W.I.Lenin sagte: “Lernen, lernen und nochmals lernen”. Interessant auch für die Außenstehenden, welche Org.-Arbeit Eltern wie Trainer leisteten und oft auch leisten müssen. Zwar meinte einst Giovanni Trappattoni “Wischtisch ist nur der Resült”, aber speziell beim Nachwuchs gehört eben einfach mehr dazu.

    Comment: charly – 24. März 2017 @ 11:19

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