Vom 30.10. bis 01.11.2026 folgten wir sehr gerne der Einladung nach Bayreuth, um am 35. Walküre-Cup teilzunehmen. Drei Tage Hockey, Teamgeist, wenig Schlaf, reichlich Pizza und am Ende sogar ein Pokal – was will man mehr?
Am Freitag gegen 17 Uhr starteten wir gemeinsam mit der WU16 und MU16 von Dresden aus Richtung Bayreuth. Kurz nach 19 Uhr erreichten wir unser Ziel. Die Zimmeraufteilung war schnell erledigt – schließlich hatten wir ja nur eins. Luxusprobleme sehen anders aus! Nachdem unsere Nachtlager eingerichtet waren, wurde die Jugendherberge erst einmal gründlich inspiziert. Besonders der Tischtennisraum hatte es uns angetan und wurde kurzerhand zu unserem zweiten Zuhause erklärt. Um 22 Uhr war offiziell Bettruhe angesagt. Ab 23 Uhr sollten dann auch wirklich alle in ihren Schlafsäcken liegen. Zumindest theoretisch. Denn die MU16 im Nachbarzimmer hatte offenbar andere Vorstellungen von einer erholsamen Nachtruhe. Entsprechend kurz fiel diese aus und so standen wir am Samstagmorgen um 7:15 Uhr beim Frühstück – körperlich anwesend, geistig teilweise noch im Schlafsack.
Samstag – Drei Spiele, sieben Punkte und Platz eins!
Nach dem Frühstück ging es direkt in die Halle zum ersten Spiel gegen Speyer. Ein Gegner, der uns im Laufe des Wochenendes noch einmal begegnen sollte – aber dazu später mehr. Der Start hätte kaum besser laufen können: Bereits nach einer Minute erzielten wir durch eine Strafecke das 1:0. Trotz zunehmenden Drucks der Speyerer hielten wir die Führung bis zum Schlusspfiff. Ein Auftakt nach Maß! Im zweiten Spiel wartete die erste Mannschaft des Gastgebers aus Bayreuth auf uns. Zweimal gerieten wir in Rückstand, ließen uns davon aber nicht aus der Ruhe bringen und erkämpften uns am Ende ein verdientes 2:2. Spätestens jetzt war klar: Hier geht was! Anschließend wechselten wir blitzschnell die Sporthalle, um unsere WU16 lautstark zu unterstützen. Schließlich wollten wir nicht nur selbst erfolgreich sein, sondern auch als Fanblock glänzen.

Unser drittes und letztes Gruppenspiel bestritten wir gegen TiB Berlin. Mit einem souveränen 2:0 konnten wir auch diese Partie für uns entscheiden. Lediglich bei der Chancenverwertung war noch etwas Luft nach oben. Aber man muss sich ja schließlich auch Ziele für die Zukunft lassen! Mit zwei Siegen und einem Unentschieden beendeten wir den ersten Turniertag als Tabellenführer. Läuft bei uns!
Nach so viel sportlicher Höchstleistung war es höchste Zeit, sich um die Energieversorgung zu kümmern. Deshalb ging es zunächst in die Bayreuther Innenstadt und ins örtliche Einkaufszentrum. Im Endeffekt kann man nicht den ganzen Tag nur von Hockey leben. Eine ordentliche Stärkung musste her! Danach ging es zurück in die Halle, wo wir die Dresdner MU16 unterstützten. Am späten Nachmittag kehrten wir in die Jugendherberge zurück. Endlich duschen! Ein Moment, auf den sich vermutlich nicht nur wir, sondern auch unsere Mitmenschen gefreut haben. Zum Abendessen gab es Pizza vom ortsansässigen Bayreuther Pizza-Dealer. Zur Verdauung folgte noch ein kleines Abendspaziergängchen durch Bayreuth. Danach war der Magen wieder bereit für das wirklich wichtige Abendprogramm: Chips und Süßigkeiten!

Sonntag – Finale, Pokal und jede Menge Grund zur Freude!
Der Sonntag begann noch früher als der Samstag. Schließlich mussten wir nicht nur frühstücken, sondern vorher auch noch unseren Schlafsaal wieder in einen halbwegs vorzeigbaren Zustand versetzen. Das Frühstück war erneut richtig gut und nach dem letzten Zähneputzer, der letzten gepackten Tasche und dem hoffentlich vollständigen Verladen sämtlicher Habseligkeiten ging es zurück in die Sporthalle. Dort blieb sogar noch etwas Zeit zum Einspielen – man glaubt es kaum! Da wir unser Vorrundenspiel gegen Speyer gewonnen hatten und Speyer die Vorrunde auf Platz zwei beendete, wurde das Ergebnis aus der Vorrunde in die Zwischenrunde übernommen. Somit starteten wir mit einem 1:0 und konnten uns eine weitere Begegnung mit unserem späteren Finalgegner zunächst sparen. Ein angenehmer Start in den Sonntag!
Im ersten Zwischenrundenspiel trafen wir auf Monkstown aus Dublin. Nach einer freundlichen Begrüßung in bestem Schulenglisch – die Sprachkenntnisse wurden also auch gepflegt – ging es auf dem Platz zur Sache. Mit einem überzeugenden 3:0 schickten wir die Iren wieder auf die Reise. Als letzter Gegner der Zwischenrunde wartete Pillnitz auf uns. Auch hier erwischten wir einen Blitzstart und lagen nach kurzer Zeit bereits mit 2:0 vorne. Wie schon gegen Monkstown nutzten wir die Gelegenheit, ordentlich durchzuwechseln, damit möglichst alle Spieler ihre Einsatzminuten bekamen.
Mit diesem Sieg beendeten wir die Zwischenrunde als Gruppenerster und zogen als Favorit ins Finale ein. Die Stimmung war bestens, das Selbstvertrauen groß und die Aussicht auf einen Pokal plötzlich ziemlich realistisch! Zwischendurch ging es natürlich wieder in die andere Halle, um unsere WU16 anzufeuern. Leider blieb unser lautstarker Support diesmal ohne den gewünschten Erfolg. Schade, Mädels!
Das Finale – Jetzt wollten wir es wissen!
Um 14:04 Uhr war es endlich so weit: Finale gegen Speyer! Der Gegner war uns bereits aus der Vorrunde bekannt und wir wussten, dass uns eine anspruchsvolle Aufgabe erwartete. Doch mit einer geschlossenen und starken Teamleistung ließen wir nichts anbrennen und gewannen das Finale verdient mit 2:0!
TURNIERSIEGER!

Endlich mal wieder etwas gewonnen! Endlich einen Pokal in den Händen! Und vor allem: Endlich konnten wir uns für die harte Arbeit, den Einsatz und den Teamgeist der vergangenen Wochen belohnen. Die Freude war riesig und der Pokal wurde selbstverständlich ausgiebig bestaunt. Schließlich bekommt man nicht jedes Wochenende einen mit nach Hause!
Im Anschluss stand noch das MU16-Finale zwischen Dresden und dem Gastgeber aus Bayreuth auf dem Programm. Als Supporter gaben wir natürlich noch einmal alles und feuerten unsere Jungs lautstark an. Leider ging die Partie am Ende im Penalty-Shootout verloren. Kopf hoch, Jungs – auch das gehört zum Sport dazu! Danach hieß es endgültig: Taschen packen, Bus und Autos beladen und ab nach Hause. Der eine oder andere nutzte die Heimfahrt direkt für ein wohlverdientes Nickerchen. Nach diesem Wochenende sicherlich mehr als verständlich!

Wir bedanken uns herzlich beim Gastgeber in Bayreuth für die Einladung zum 35. Walküre-Cup und die tolle Organisation des gesamten Turniers. Ein besonderer Dank geht natürlich auch an unsere Trainer Marco und Linus für das Coaching, die Unterstützung und die Begleitung durch das gesamte Wochenende sowie an Philipp
Drei Tage Hockey, ein bisschen zu wenig Schlaf, jede Menge Spaß, ein starkes Team und am Ende der verdiente Turniersieg – Bayreuth hat sich definitiv gelohnt!
Christin
« HockeyDeutschland – Durch Liebe zum Titel“ kommt ins Kino nach Dresden! –
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