Nach dem Nikolaus-Sieg gegen Real von Chamisso hielt der Regio-Zug unserer 1. Herren am vergangenen Samstag in der altehrwürdigen Lok-Halle. Trotz Niederlage haben die Rotschwarzen ihren Jubel verdient und gezeigt, dass die restliche Saison eine spannende Reise sein wird.
Unsere Jungs haben bereits gezeigt, dass sie in die Regionalliga gehören. Vielleicht fehlt hier ein wenig Biss im Abschluss, da ein wenig Abgebrühtheit, aber die Leistungssteigerung seit dem hochverdienten Aufstieg ist beträchtlich und sorgt dafür, dass sie ihren etablierteren Gegnern auf Augenhöhe begegnen. So spiegelte das Ergebnis (4:10) den Spielverlauf gegen den aktuellen Tabellenführer Zehlendorf 88 nicht wider.
Angefeuert von ihren vielen Fans fingen die Dresdner sofort mit einem sicheren und rasant schnellen Aufbauspiel an. Sie konnten auch ihre erste Ecke gleich ins erste Tor der Partie ummünzen, Simon Schwedler schloss ab. Beide Blocks konnten dieses Hochleistungshockey zwar über die ganze erste Hälfte beibehalten, doch auch die Zehlendorfer kamen ins Spiel und waren konsequenter im Strafraum. So führten die Gäste am Ende des ersten Durchgangs mit 1:4 trotz guter Chancen für den ESV.
In der Halbzeitpause waren sich die Zuschauer einig: Da geht was! Diese Meinung teilten wohl ihre Helden, denn sie rasten aus der Kabine und spielten Power-Hockey vom feinsten. Mit einem zweiten Treffer von Simon Schwedler und weiteren Toren von Timo Land und Christoph Blümbott hieß es auf einmal 4:5. Die Dresdner rückten ihrer Beute näher, die Zehlendorfer sichtbar überrascht von der Intensität auf und jenseits der Spielfläche.
Umso beeindruckender die Reaktion der Berliner, die trotz aller Versuche des Gastgebers den Rest der Partie mit 6:0 für sich entschieden und somit mit einem 10:4-Sieg gen Norden gefahren sind. Die Dresdner wurden durch den Rückstand gezwungen, das Spiel in der Schlussphase zu öffnen, und boten ihren Gegnern mehr Torchancen, die sie auch in sechs Fällen nutzen konnten. Es hätte aber ganz anders ausgesehen, hätten die Rotschwarzen im Spielverlauf mehr aus ihren drei „hundertprozentigen“ Chancen und Ecken gemacht. Dafür gibt es ja den Konjunktiv.
Das spannende Spiel und die tolle Leistung unserer Herren fand großes Gefallen bei den Fans, die sich mit „Ein Herz für Dresden!“ bei ihrer Mannschaft singend bedankten. Positiv bleiben ist auch genau die richtige Devise, vor allem im Vorfeld des kommenden Doppel-Wochenendes in Berlin, wo es erneut darum geht, aus den bisherigen Spielen zu lernen und zu beweisen, dass wir hierhin gehören.
Erwähnenswert ist auch, dass die Fans nach der Verabschiedung noch eine sehr erfreuliche Aufgabe zu erfüllen hatten: Applaus für die Zehlendorfer beim Bandenabbau. Vielen Dank, Jungs!
Unter dem Strich: Olé Olé, wir fahren auf Punktejagd nach Berlin!
Es berichtete Pete „Pauke“ Welchman
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