Sonntag der 13.10.2013. Ihr wart dabei, Ihr habt den dreifachen Sieg des ESV Dresden bejubelt, Ihr habt die Toffifees aufgegessen, Ihr habt das von Regievirtuos Ro(kamera)man(n) Murcek gedrehte Gedichtvideo bestaunt. Nun lest Ihr vielleicht trotzdem diesen kurzen Bericht zum ersten Saisonerfolg der 2. Herren.
Ach so, mir fällt auf, dass ich im ersten Absatz den Sieg als „ersten Saisonerfolg“ bezeichnet habe. Das, meine Damen und Herren, ist eine Fehlaussage! Es ist zwar vielerseits bekannt, dass wir am vergangenen Sonntag nach einer von den Ergebnissen her ziemlich miesen Serie (0:3 beim LSC, 0:1 in Wurzen, 0:4 in Bautzen und 0:1 gegen 11 Cöthener auf heimischem Rasen) unsere ersten drei Punkte gegen den ATV III geholt haben. Doch damit ist der Wahrheitskuchen längst nicht für den Verzehr bereit.
Wir freuten uns in dieser Hinrunde über den Einstieg in den Herrenbereich von Moritz „6er-König“ Hornung, Thilo „Torminator“ May, Paul Plankenbichler (genannt „Plabi“, spielte auch bei den 1. Herren) und das O-Team (Peter „Windhund“ Ostwaldt und Lukas „Long Arm of the Law“ Oswald). Gregor „Bolt in Blond“ Salchert rückte bereits in der letzten Rückrunde nach und spielte wieder mit. Diese Spieler konnten bei unseren leider erfolglosen Naturrasenspielen wichtige Erfahrung sammeln und einen wichtigen Beitrag zum lang ersehnten Sieg leisten.
Keiner verliert gerne, aber wir sind stets frohen Gemütes unterwegs gewesen und konnten ein wichtiges Saisonziel erreichen: Viel Spaß haben! Nach der unglücklichen Heimniederlage gegen Cöthen können wir auch stolz darauf sein, wie wir uns letztes Wochenende aufraffen und nach den Erfolgen unserer Damen und ersten Herren die 9 Punkte perfekt machen konnten. Unsere Kommunikation auf dem Platz wird besser und hilft uns, positiv zu bleiben und unsere Angriffsstärken zu zeigen. Hier spielt unsere Mischung aus solider Erfahrung und dynamischer Jugend ebenfalls eine entscheidende Rolle.
OK, ein paar Worte zum Spiel: Gegen den Tabellenführer wollten wir mit einer neuen Strategie unser Spiel etwas näher am gegnerischen Kreis aufbauen. Hierzu haben wir unsere Viererkette aufgelöst und zwei Zehner aufgestellt. In der Verteidigung führte dies zu keinen Problemen, doch im Angriff haperte es. So machten wir aus den zwei Zehnern und einem Stürmer einen Zehner und zwei Stürmer. Dies hat besser funktioniert, und im zweiten Durchgang kamen wir besser in die Gänge.
Rufgemäß haben wir nicht einfach den Ball dreimal ins Leipziger Tor gebracht, sondern die Fans mit drei schönen Treffern begeistert. Beim ersten Tor entstand nach gutem Spielaufbau Chaos und Kreis, dem Plabi stilvoll ein Ende setzte. Das zweite war ein echtes Prachtstück: Nach luchsäugigem Pass von Dave „Danger“ Mearns spielte Peter O. nicht einfach wild gegen die Schienen des Torwarts, sondern schickte den Ball flinkt zu Tim „Position ist alles“ Slawik am langen Pfosten, der so einige Kästen hätte ausgeben müssen, hätte er das Runde nicht mit dem Eckigen näher bekannt gemacht. Unser dritter Treffer war etwas für die Sammler unter uns: Eine selbstgestoppte Ecke von Martin „Magier“ Menz!
Jetzt werden die Schläger dünner, die Handschuhe dicker und die Hoppelbälle noch weniger gern gesehen: Man sieht sich in der Halle!
« Doppelt starke Leistung von unseren Damen, Doppelniederlage für unsere Herren – Heimsieg mit bitterem Nachgeschmack. »
Natürlich freue ich mich über das schöne 3:0 gegen den bisherigen Tabellenführer! Viel, viel aber mehr darüber, dass wir seit 2012 nach langer Pause auch auf dem Feld endlich wieder über eine 2. Herrenmannschaft verfügen! Es ist einfach klasse, wie jetzt Routiniers und Jungspunde ein echtes Team bilden! Damit ist gewährleistet, dass mehrere Jugendspieler, die nicht gleich Aufnahme ins Oberligakollektiv finden, in dieser Mannschaft spielen und sich auch hochspielen können.
Kommentar: Charly – 18. Oktober 2013 @ 19:41