Die Damenmannschaft vom Ufer der Träume gewinnt auch das zweite Spiel der laufenden Oberligasaison. Nach einem deutlichen 5:0-Erfolg gegen die Damen vom Cöthener HC 02 nehmen die Dresdnerinnen den ersten Tabellenplatz vor dem punktgleichen HC Lindenau Grünau ein.
Und mal wieder war es der frühe Vogel, der den berüchtigten Wurm fangen sollte. Mittlerweile wird gemunkelt, dass er ihn am liebsten 7:30 Uhr fängt. Oder doch 7:15 Uhr? Egal. Denn pünktlich mit dem Glockenschlag erreichte die Mannschaft den gegnerischen Platz und startete wenige Minuten danach das Aufwärmprogramm um die Blocks der Bernhard-Kellermann Straße. Beim Einlaufen heimsten die Hockeyspielerinnen aus Dresden noch schnell ein paar nette Komplimente von zwei älteren Damen, die sich zum Morgenplausch an den Mülltonnen verabredet hatten, ein und schnürten anschließend selbstbewusst ihre Hockeyschuhe fest.
Das Spielgeschehen ist schnell zusammengefasst: Ab der ersten Spielminute stürmten die Elbstädterinnen den gegnerischen Kreis, um das Spielgerät im gegnerischen Kasten unterzubringen. Den Führungstreffer erzielte Leonie Bu per Rebound nach langen torlosen 15 Minuten. Vroni erhöhte per 7m, nachdem der Ball bei einer kurzen Ecke durch den Körper einer vorm Tor liegenden Spielerin am Überqueren der Torlinie gehindert wurde. Obgleich des Zwei-Tore-Vorsprungs konnten die ESV Damen nicht zufrieden sein, denn die Chancenverwertung war mal wieder zum Haare raufen. Das dachte sich vermutlich auch Leonie Bu, die bei ihrem zweiten Tor des Tages der Sturmreihe zeigte, was im Hockey unter energischem Nachsetzen zu verstehen ist. 3:0 Halbzeitstand.
In der zweiten Hälfte verlor der Gegner völlig die Lust am Hockeyspielen und prügelte die Bälle ausnahmslos aus der eigenen Abwehrreihe ins Aus der gegenüberliegenden Grundlinie. Ballbesitz Dresden. Auf diese Weise schaltete und waltete die Dresdner Abwehrkette aus der eigenen Hälfte heraus über die weiten Räume bis zum gegnerischen Viertel. Leider fehlte dem Mittelfeld hier oft das Auge für den eigenen Mitspieler und der gegnerische Schusskreis wurde anstatt über die Außenbahnen über Einzelaktionen in der Feldmitte erobert. Damit blieb jedoch auch ein weiterer Torerfolg aus. Erst als die Damen wieder ins Passen kamen und die geliebte Kugel rollen ließen, durfte dann endlich ein viertes und fünftes Mal gejubelt werden. Zweimal stand Nadine goldrichtig und zweimal erwischte sie den gegnerischen Torwart eiskalt. Boom! 5:0 Auswärtssieg!
Fazit: Das Mannschaftgefüge stimmt. Auch im zweiten Spiel mussten die Damen auf mehrere Leistungsträger verzichten und reisten sogar mit nur einem Auswechsler nach Sachsen-Anhalt. Wie die Mannschaft diese „Flaute“ in der Hinrunde konditionell und spielerisch wegsteckt ist sensationell. Dennoch bleibt keine Zeit sich zurückzulehnen. Das Zusammenspiel auf den Außenbahnen und die Chancenverwertung sind nach wie vor ausbaufähig. Zudem gilt es in den folgenden Spielen an der Eckenquote zu pfeilen. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich am kommenden Sonntag 12:00 Uhr am Ufer der Träume.
Wir bedanken uns herzlich bei Peter für den souveränen Pfiff und bei Fred für die exzellente Arbeit an der Seitenlinie und die konstruktiven Worte zur Halbzeitpause.
We ♥ ESV Dresden: Antje, Frizzi, Gesa, Krissi, Lea B., Lea H., Leonie Bu, Nadine, Sarah, Sophie Z., Vanni und Vroni.
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