Ungewohnt spät traf sich die 2. Damenmannschaft zu ihrem letzten Spieltag an
der Tankstelle in Cotta. 8:45 Uhr, das waren wir nach den letzten Spieltagen gar
nicht gewohnt. Hochmotiviert machten wir uns auf den Weg. Schließlich wollten
wir noch einmal eine Menge Spaß haben und den doch eher mäßigen letzten
Spieltag vergessen machen. Als erster Gegner stand der HCLG auf dem
Programm. Unsere Ziele waren realistisch gesteckt: Spaß haben, ordentliches
Hockey zeigen und vor allem die Dresdner Schwäche der fehlenden Tore
beiseitelegen. Somit wollten wir wenigstens ein Tor an diesem Spieltag schießen.
Nach einer feurigen Ansprache mit Spruchwirrwarr suchte sich also jeder seinen
Platz auf dem Spielfeld und startete engagiert ins Spiel. Der HCLG, wieder mit 6
Feldspielern am Start, spielte gut auf und schaffte es in der ersten Halbzeit 3x
unsere Abwehrreihe zu durchbrechen. Obwohl die Dresdner Damen bereits gut
dagegenhielten und ein paar schöne Angriffe zeigten, konnten wir noch nichts
Zählbares daraus machen. Doch bereits zur Halbzeitpause war klar: unser Hockey
sah am heutigen Tage bereits bedeutend besser aus, somit mussten unsere Ziele
doch eigentlich machbar sein. Diese Gedanken beflügelten und so starteten wir
hochmotiviert in die zweite Runde. Und plötzlich: ein wundervolles Passspiel wie
aus dem Lehrbuch, der Ball ging aufs Tor und wir sahen ihn alle bereits drin. Doch
eine Verteidigerin der Leipzigerinnen rutschte in letzter Sekunde mit vollem
Körper dazwischen. Der fällige Pfiff…. blieb jedoch aus. Doch wir ließen uns nicht
entmutigen und so dauerte es nur wenige Minuten bis der nächste sehenswerte
Angriff gestartet wurde. Ivi kämpfte sich rechts außen durch und legte den Ball in
die Mitte zu Anna, die ihn souverän verwandelte. Tor!!! Nach der klasse Aktion
der Dresdner Damen kam der HCLG wieder öfter zum Zug und verwandelte selbst
den einen oder anderen Angriff. Doch wir ließen die Köpfe nicht hängen und so
war es Caro, die einen Ball abfing, auf Franzi weiterleitete, die über rechts außen
Richtung Grundlinie zog und den Ball in die Mitte auf Johanna legte, die das
Runde ins Eckige beförderte. Somit ging das Spiel am Ende zwar 2:8 verloren,
aber wir waren uns alle einig, dass dieser Spielstand deutlich zu hoch ausgefallen
war und nicht den eigentlichen Spielverlauf widerspiegelte. Somit waren wir mit
unserer Leistung dennoch zufrieden und stolz auf uns gleich zwei Tore
geschossen zu haben. Na geht doch.
Das motivierte für das nächste Spiel gegen Jena, sodass die Ziele neu gesteckt
wurden. Nun hieß es in beiden Spielen wenigstens ein Tor zu schießen. Wir
wollten uns ja steigern. Also spielten wir selbstbewusst auf, was Jena, auch mit 6
Feldspielern am Start, spürbar verunsicherte. Das ließen wir uns nicht zweimal
sagen und so war es Toni, die bereits in der ersten Halbzeit mit einem
Doppelpack vorlegte. Jena hatte jedoch auch Chancen, von denen wir zwar viele
aufopferungsvoll abwehrten, doch auch sie schafften es zweimal den Ball
erfolgreich zu versenken. So ging es 2:2 in die Halbzeitpause. Die zweite Hälfte
startete zunächst ähnlich wie die erste. Wir spielten gutes Hockey, hatten Spaß
und trauten uns einiges zu. So gab es einen spannenden Schlagabtausch
zwischen Dresden und Jena mit mehreren Chancen auf beiden Seiten. Doch alle
verfehlten das Ziel oder wurden erfolgreich abgewehrt. Bis es Jena schaffte, ein
weiteres Mal den Ball in unserem Tor zu versenken. Doch es war dann erneut
Caro, die sich ein Herz fasste und einfach mal von halb rechts aus dem
Getümmel einen Rückhandschlenzer hervorzauberte, der es auch für unsere
Farben noch einmal klingeln ließ. Zwischenstand 3:3. Bis 3 Minuten vor Schluss
konnten wir diesen halten, doch dann verließ uns wohl die Konzentration. Auch