Hitzeschlachten sind die Hockeydamen vom ESV Dresden seit der Rückrunde der Feldsaison bereits gewöhnt. Die Hitzeschlacht am vergangenen Sonntag war jedoch eine besondere, denn erstmals in der Vereinsgeschichte des ESV Dresden betrat eine Damenmannschaft auf dem Feld die Regionalligabühne. Diese ehrenvolle Aufgabe wurde am ersten Spieltag der neuen Saison gleich von 16 Spielerinnen übernommen – volle Bank. Ach ja, zu Gast war der Zweitplatzierte der vergangenen Regionalligasaison – Osternienburg. Keine leichte Aufgabe also. Dennoch spielten wir munter los und setzen die Damen aus dem berühmtesten Hockeydorf Deutschlands gleich unter Druck. Es ist wirklich sehr schade, dass in den ersten zehn Minuten nichts Zählbares dabei rauskam. Im Gegenzug wurden wir ordentlich überrumpelt. 1:0…2:0… 3:0 zogen die effektiven Oburgerinnen davon – mehr Tore als Chancen. Was soll´s? Im ersten Spiel in der höheren Liga gibt es nichts zu verlieren. Deshalb spielten wir munter weiter und belohnten uns vorm Halbzeitpfiff mit dem ersten Regionalligator. Franzi – am Vorabend beim Mannschaftsessen schrie sie es noch laut aus – gibt einen aus.
Zu Beginn der zweiten Hälfte setzten wir die gegnerische Abwehr wieder fleißig und Druck und erzielten Dank Anka den verdienten 2:3 Anschlusstreffer. Das setzte Kräfte frei und der unerträglichen Hitze zum Trotz präsentierten sich die Damen vom Ufer der Träume gewohnt laufstark. Aber auch die Gegnerinnen zogen ihren Trumpf in Form einer brutalen Effektivität und erhöhten auf 2:4. Dem 2:4 folgte das 2:5, welches mit tödlicher Sicherheit durch ein beherzteres Eingreifen vorm Schusskreisrand verhindert hätte werden können. Der neue Spielstand warf uns nur auf der Anzeigentafel zurück, auf dem Feld ging es mutig in Richtung des Osternienburger Kastens weiter. Nach Vorarbeit von Antje verwandelte erneut Anka den Rebound zum 3:5. Leider war dies auch der Endstand. Schade. Hier wäre mehr drinnen gewesen, aber es ist noch viel zu früh vergebenen Punkten nachzutrauern. Die Oburgerinnen haben uns deutlich unsere Baustellen aufgezeigt und an denen gilt es jetzt zu arbeiten. Die Baustellen gibt es vorrangig am Schläger und im taktischen Bereich. Konditionell kann man der Mannschaft nur Lob aussprechen: Während der Gegner mit dem Abpfiff erschöpft zu Boden sank, suchten sich die ESV Damen erhobenen und strahlenden Hauptes, um sich für den dennoch gelungenen Einstieg in die neue Saison zu beglückwünschen. Regionalliga fetzt!
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Stark!
Kommentar: Pete – 14. September 2016 @ 12:20
Unsere Damen mit Coach Mäx enttäuschten mich nicht. Drei Treffer sind stark, fünf Gegentreffer natürlich nicht… Wir sahen einen durchaus flotten Hitzekampf. Mir imponierte, wie die Rot-Schwarzen (die Gäste traditionell in Weiß-Schwarz) nach dem bitteren 0:3 noch auf 2:3 herankamen. Bei den nächsten Heimspielen (2. und 23. Oktober) der Hübschen darf man wohl durchaus mehr anfeuernde Zuschauer erwarten. Regionalliga ist für uns noch kein Alltag! Genießt das bitte!
Kommentar: Charly – 15. September 2016 @ 09:50