Vor dem ersten Rückrundenspiel unserer 1. Herren wussten alle, wie die Devise lautete: Mit einem Sieg gegen den Kellerrivalen Cöthen sollte das Fundament für eine erfolgreiche Rückrunde gelegt werden. Nach einem packenden, nicht unumstrittenen Spiel hat sich der Abstand zwischen den zwei Mannschaften zwar nicht vergrößert, doch die ESVler werden noch mehr von ihrer besten Seite zeigen müssen, um die Mission „Klassenerhalt“ erfolgreich meistern zu können.
In einer leistungsstarken ersten Hälfte zeigten die Dresdner erneut, dass sie das Zeug dazu haben, eine zweite Saison in der Regionalliga zu erarbeiten. Das, was sie in einigen Spielen eher phasenweise zeigten, kam in den ersten 30 Minuten der Cotta-Halle geballt zusammen. Power-Hockey vom sicheren Tormann über souveräne Verteidiger bis hin zu eiskalten Stürmern. Robert Blumentritt feierte seine Rückkehr mit einem Tor, Stephan Glöß durfte satte drei Mal die Zugfestigkeit des Netzes testen. Wegen Cöthen musste das Kampfgericht nur einmal umblättern. Mit einem rosigen 4:1 gingen die Rotschwarzen also in die Halbzeitpause, die zahlreichen, lautstarken Fans waren hellauf begeistert.
Anfang des zweiten Durchgangs baute der ESV mit einem weiteren Tor von Stephan Glöß seine Führung aus. Die Cöthener spielten aber auf einmal bissiger und kämpften sich Tor für Tor zurück. Aus einem sicheren Sieg wurde nun eine Zitterpartie mit Gelbstich. Mit dem erlösenden Schlusspfiff vom Kampfgericht stand es 5:4 aus Dresdner Sicht – 3 wichtige, laut bejubelte Punkte für den ESV. Doch so sollte es nicht bleiben. Die Schiedsrichter bestanden darauf, dass noch etwas über eine halbe Minute zu spielen sei, setzten ihre Meinung durch und pfiffen wieder an. Des Berichterstatters Magen dreht sich, denn er muss schreiben, dass Cöthen den Ausgleich schießen konnte und somit Hoffnung und Freude in kurzfristige Verzweiflung verwandelte. Kurzfristig? Ja, kurzfristig. Denn es gibt noch genügend Spiele und wir haben die notwendigen Qualitäten. Es geht weiter, es geht nach vorne, es geht mit Mut und Zuversicht nach Berlin zum Spiel gegen Real von Chamisso am kommenden Samstag.
Es gibt sicher einiges, was man zu diesem Spiel schreiben könnte. Man muss an dieser Stelle vor allem Respekt vor den Cöthenern aussprechen, die trotz des anfänglich hohen Rückstands nie aufgaben. Schließlich kämpfen sie auch um den ersehnten Klassenerhalt, das sah man in ihrer Reaktion nach dem Schlusspfiff.
Der Berichterstatter möchte auch zu einem bestimmten Sachverhalt ganz persönlich Stellung nehmen: Es ist untragbar, dass uns die Verwendung der Anzeigetafel weiterhin verwehrt wird. Mit Wenn und Aber kann man natürlich die fantastischsten Geschichten schreiben, ABER mit Anzeigetafel hätte die Schlussphase dieses Spieles ganz anders ausgesehen.
Mut, nur Mut. Und olé ESV!
Für die 1. Herren des ESV spielten Christoph Blümbott (C), Robert Blumentritt, Stephan Glöß, Maximilian Grüber, Kilian Hildebrand, Moritz Kahnt (ETW), Wilhelm Keller, Pascal Krumbholz, Timo Land, Till Rath und Martin Siegert (TW)
Es berichtete Pete Welchman
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