„Übernachten wir wieder im Zelt?“ – eine ungewöhnliche Frage im Februar, aber durchaus berechtigt. Im Sommer nahmen die u10-Mädchen an ihrem ersten mehrtägigen Turnier in Potsdam teil. Dort wurde neben dem Platz gezeltet. Zum Abschluss der Hallensaison sollte es für die im Spielbetrieb in zwei Mannschaften spielenden u10-Mädchen gemeinsam zum Turnier bei den Zehlendorfer Wespen nach Berlin gehen.
Während sich am 15. März in Dresden die Halle für die Relegationsspiele der 1. Herren füllte, brachen 13 u10-Spielerinnen mit ihren Trainerinnen Mavis und Johanna zu einem Abenteuerhockeywochenende in die Bundeshauptstadt auf.

Mit Vorfreude verging die Zugfahrt beim Erzählen, Kartenspielen sowie Tauschen und Naschen der Leckereien aus den Rucksäcken ganz schnell. In Berlin ging es erst einmal in die Halle, wo noch ein Spieltag der u8-Mädchen ausgetragen wurde. Die freie Zeit bis zum ersten Turnierspiel wurde mit einer Führung über das Vereinsgelände der Zehlendorfer Wespen und Haschespielen auf dem Kunstrasen vertrieben. Am frühen Nachmittag durften die Mädchen dann endlich Hockey spielen. Nach dem so herzlichen Empfang stürzten sich die ESV-Mädchen in die erste Partie gegen die Gastgeberinnen. Das Spiel auf Augenhöhe endete 3:2 für die Dresdnerinnen. Es folgten drei weitere spannende und ausgeglichene Duelle gegen den BHC (3:3), Z88 (0:1) und erneut die Wespen (3:3). Nach dem letzten Spiel wurde der Tag mit dem Plantschen im Vereinspool gekrönt. Frisch geduscht gab es im Anschluss eine große Portion Nudeln im Vereinshaus. Anschließend ging es in die Jugendherberge. Dort wurde zunächst die schon den ganzen Tag heiß diskutierte Zimmeraufteilung gelost. Anschließend musste sich der letzten Herausforderung des Tages gestellt werden: Bettenbeziehen. Gemeinsam war auch das schnell erledigt und die erste von vielen Runden ‚Werwolf‘ konnte beginnen. Müde von dem vielen Erlebten und dem Bauch voller Gummibärchenschnüre kehrte irgendwann Ruhe ein.

Der Ablauf des nächsten Morgens war klar besprochen. Die Taschen der fünf Pokalmädchen mussten vor dem Frühstück fertig gepackt sein und die Meisterschaftsmädchen sollten beim Bettenabbeziehen unterstützen. Das klappte alles ganz vorbildlich. Nach dem gemeinsamen Frühstück machten sich die Pokalmädchen mit Mavis auf den Weg zum Endrundenspieltag nach Niesky, wo sie von den Eltern und drei Spielerinnen aus Dresden mit einem Mittagspicknick in Empfang genommen wurden.


Die Meisterschaftsmädchen blieben mit Johanna in Berlin, um das Turnier zu Ende zu spielen. Konzentriert und mit durchdachten Spielzügen starteten die Dresdnerinnen mit einem 4:0-Sieg gegen die BHC-Mädchen in den Tag. Als letztes stand noch das Rückspiel gegen die Mädchen vom Z88 aus. Den ESV-Mädchen war nun das lange Wochenende anzumerken. Tapfer mobilisierten sie noch einmal die letzten Kraftreserven, aber die 25 Minuten Spielzeit fühlten sich dennoch wie eine Ewigkeit an. Verdient gewannen die Zehlendorferinnen mit 3:1.
So endete das Turnier mit vielen spannenden und spielerisch sehr ausgeglichenen Partien, vielen Eindrücken, einem Blick über den Tellerrand des MHSB und einer schönen gemeinsamen Zeit. Insgesamt belegten die ESV-Mädchen vor den Wespen und hinter dem BHC und Z88 den 3. Platz.


Eine Turnierregel war, dass die Mannschaft, die in Spielminute 9 und 19 in Ballbesitz ist, eine kleine Überraschung in Form von einer Tüte Gummibärchenschnüre bekommt. Die Dresdnerinnen erspielten sich neun der zwölf möglichen Tüten. Außerdem gab es ein großes Glas mit ganz vielen Gummibärchenschnüren, bei dem die Mädchen die Anzahl der Schnüre im Glas schätzen sollten. Das Mädchen mit dem besten Tipp hat das Glas gewonnen. Anscheinend haben die Elbstädterinnen ein gutes Gespür für die wirklich wichtigen Dinge und so fuhr der Pokal, um den es an dem Wochenende eigentlich ging, mit nach Dresden.

Vielen lieben Dank an die Zehlendorfer Wespen für das so liebevoll organisierte Turnier!
Johanna und Mavis
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