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Von Trainingsspielen zur Bundesliga – „Gemeckert wird überall“

Freitag, 04. November 2016 von Patricia

ein Interview mit Bundesligaschiedsrichter Peter Ostwaldt

Hallo Peter,

letzte Woche scheint für dich sehr erfolgreich gewesen zu sein. Du bist vom SRA des DHB zum Bundesliga Schiedsrichter hochgestuft worden. Herzlichen Glückwunsch dazu! Natürlich haben wir da ein paar Fragen an dich, denn in die Bundesliga kommt man nicht alle Tage. Fangen wir doch einfach am Anfang an.

Wie bist du zum Hockey gekommen und was hat dich dazu bewegt zu schiedsen?

In der Grundschule habe ich mit ein paar Freunden nach einem Sport gesucht, der nicht Fußball ist. Durch Zufall sind wir dann beim Hockey und dem ESV gelandet. Das Schiedsen hat mich schon immer gereizt und irgendwann habe ich es dann in Trainingsspielen einfach ausprobiert. Später habe ich meine Lizenz gemacht.

Hast du selbst schon Erfahrung durch Spielen gesammelt?

Ja, ich habe beim ESV von 2006 bis 2015 gespielt.

Warum pfeifst du für den ESV, obwohl du gar nicht in Dresden wohnst?

Letztes Jahr bin ich zum Studium nach Erlangen gezogen. Ich wollte dem ESV als Schiri erhalten bleiben, da wir pro gemeldete Mannschaft einen brauchen und der ESV auch einiges in meine Ausbildung gesteckt hat.

War die Bundesliga von Anfang an dein Ziel?

Vor allem will ich Spaß beim Pfeifen haben und für ein faires Spiel sorgen. Ich habe aber auch das Ziel, das was ich tue, gut zu tun – und wenn es dann für die Bundesliga reicht, ist das umso schöner. Jetzt ist mein Ziel, weiter in die erste Liga der Herren „aufzusteigen“. Zunächst pfeife ich bei den Damen.

Was gibt es deiner Meinung nach für Unterschiede zwischen den höheren und den tieferen Ligen und was gefällt dir besser?

Der Hauptunterschied ist natürlich das technische Niveau der Spieler – wodurch man in höheren Ligen teilweise weniger zu tun hat. Gemeckert wird überall. Mir gefallen Spiele und Teams unabhängig von der Liga, mit denen ein netter Umgang möglich ist: Emotionen im Spiel sind okay, aber danach sollte man sich vertragen.

Wie bereitest du dich auf ein Spiel vor? Studierst du die Gegner, kennst du schon alle oder ist das unwichtig?

Eine taktische Vorbereitung wie die Trainer mache ich nicht, aber vor dem Spiel sollte man sich immer mit dem anderen Schiri absprechen: Regelauslegungen klären, die Aufteilung des Feldes besprechen usw. Und klar, es hilft, wenn man die Mannschaften kennt und weiß, wie man welche Spieler ansprechen kann.

Laut deiner Facebook Seite studierst du noch. Wie oft musst du am Feldrand mitlaufen, um ein faires Spiel zu garantieren und wie vereinbarst du das mit deinem Privatleben?

In der Feldsaison waren es über 30 Spiele, das ist vielleicht sogar mehr als manche Spieler auf dem Platz sind. Klar ist das manchmal stressig, gerade wenn man zu Turnieren in ganz Deutschland reist, aber es macht auch meistens Spaß und ich mache es gerne.

Was würdest du Interessierten empfehlen, die auch gern Schiedsrichter im Hockey werden wollen und welche Voraussetzungen braucht man?

Probiert es aus! Ob im Training oder bei Jugendturnieren – Möglichkeiten gibt es genug. Fragt eure Trainer oder unserem Obmann Martin Menz. Ich denke, dann merkt man relativ schnell, ob es einem Spaß macht und ob man Talent hat, das Spiel von dieser Seite zu sehen.

Kategorie: Allgemein

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Ein Kommentar »

  1. Eine schöne Entwicklung für unseren Peter. Er hält dem ESV also auch im Fränkischen die Treue. Bravo!

    Kommentar: Charly – 05. November 2016 @ 07:07

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