Traditionell gehört die erste Ferienwoche der Sommerferien dem Hockey: 42 Kinder und Jugendliche – darunter 23 Mädchen und 19 Jungs – von aufstrebenden U12 Talenten bis reifen U16 SpielerInnen machten sich zusammen mit dem Betreuerstab auf, den Rabenberg zu erobern. Wie immer per Bus und vollgepackt mit allerlei Hockey-Equipment startete die Delegation in Richtung Erzgebirge. Zwei Stunden später bogen wir auf das Gelände vom Rabenberg ein und durften zunächst die Vielfalt des Mittagsbuffets ausprobieren. Nach einer kleinen Pause ging es schon zum Beschnuppern des Kunstrasens und zum ersten Training, aufgeteilt in vier Leistungsgruppen. Danach wurden Zimmer bezogen, die Schwimmhalle wurde genutzt, es gab Abendessen und das Abendspiel mit den Großen. Hier wollten die Betreuer auch mal zeigen, was sie so draufhaben, so dass es ein erstes intensives Match wurde.

Ab Montag gab es dann unseren traditionellen Ablauf: viel zu frühes Wecken – Frühsport – Frühstück – Training/Kraftraum/Yoga/Spielspaß/Freizeit – Mittag – Mittagspause – Training/… – Schwimmen – Abendessen – Abendspiel – Nachtruhe. Ein paar Neuerungen im Ablauf gab es aber doch. Am Dienstag beehrte uns unser Schiedsrichterwart Marin Menz und lehrte Regelkunde für Anfänger und Fortgeschrittene. Letztere durften das dann im Rahmen eines kleinen Turniers am Nachmittag gleich anwenden und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Der erste Schritt zu einer Lizenz ist damit getan. Das Abendspiel war bisher nur den Älteren vorbehalten. Das ist natürlich diskriminierend, so dass nun auch die Jüngeren in den Genuss kamen und sich in einem Spiel auf Großfeld aneinander messen durften. Das hat allen sehr viel Spaß gemacht und die beiden Teammanager Aaron und Keon waren sehr engagiert, ihre jeweiligen Schützlinge zum Sieg zu führen. Nach drei Matches stand es wohl immer noch unentschieden. Da es das Wetter sehr gut mit uns meinte und am Mittwoch bei über 30°C schon ein paar Schweißperlen auf den Gesichtern zu finden waren, bereitete das Hockeyspiel an einem lauen Sommerabend umso mehr Vergnügen.
Am Donnerstag Nachmittag änderte sich dann das Programm und zum Glück auch das Wetter: Wir starteten in nebeliger Kühle unseren traditionellen Rabenberg-Cup mit zehn Mannschaften auf vier Minifeldern. Alle bekamen einen lustigen Namen und einen Teamkapitän sowie eine „gerechte“ Zuordnung von Spielerinnen und Spielern. Alle Details wurden vom Social Media Master Keon ganz liebevoll dokumentiert und sind auf Instagram unter #esv_dresden_rabenberg zu finden. Eine Erkenntnis ergab sich hier: individuelle Klasse schlägt Teamgeist. In den Halbfinals standen nur Teams, die einen sehr starken Leader vorweisen konnten. Gewonnen hat am Ende das Team Joshi – er hat sein Team einfach am besten dirigiert.
Als langjähriger Betreuer habe ich auch noch ein paar aufregende Erkenntnisse sammeln dürfen: 1. Aufmerksamkeit und Einsatz beim Training war in allen vier Gruppen extrem hoch – das habe ich so noch nie erlebt. Dafür durfte ich erstmals mit einem Kind in die Notaufnahme – der Finger war zum Glück nicht gebrochen. 2. Das Einteilen von Trainingsgruppen ist sehr schwer und nie gerecht. 3. Während es manches Jahr in gemischten Gruppen gar nicht ging, war es diesmal gar kein Problem und so wird es hoffentlich auch bleiben. 4. 42 Kids beim Yoga gleichzeitig zur Ruhe zu bekommen, ist ein Kunststück, aber es funktioniert.
Ganz herzlich gedankt sei allen Betreuern, die ihre Freizeit für unseren Hockeynachwuchs geopfert haben:
Cosi – Autorität im Sport-Spiel-und-Spaß sowie Therapeutin für alle kleineren und größeren (weiblichen) Problemfelder.
Aaron – 8 Stunden täglich auf dem Trainingsplatz aktiv und mit ganz viel Kompetenz vom Hauptstadtclub.
Jakob – Immer die Ruhe selbst. Überall dort präsent, wo Kraft gefordert wird. Schlenz-, Schlag- und Schrubb-Guru.
Flo – Sein letzter Rabenberg. Es zieht ihn nach Leipzig und dort bleibt er hoffentlich dem Nachwuchs treu.
Norman – Premiere auf dem R’Berg: Erstmals hatten wir einen Torhüterinnenexklusivbetreuer. Das tat denen sehr gut.
Keon – Aufstrebender Stern am Dresdner Nachwuchstrainerhimmel. Trotz seiner jungen Jahre mit sehr viel Wissen und Autorität gesegnet.
Jannick – Ersetzte Flo zur Mitte des Camps. Eine Allzweckwaffe für alle Inhalte und Altersklassen.
Oli – Traditionell Chef de Mission. Durfte sich beim eigenen Sprössling Tipps und Tricks abschauen. Organisatorisch (fast) alles im Griff, ab und an auch auf dem Platz zu finden. Wir danken ganz herzlich unserem Förderverein Kinder- und Jugendhockey für die finanzielle Unterstützung. Wer es noch nicht mitbekommen hat – der Verein hat einen neuen Vorstand und sucht natürlich noch ganz viele Mitglieder, die für einen geringen Jahresbeitrag solche schönen Events möglich machen.
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