Nachdem Lea B. und Janett kurzfristig absagen mussten und auch die nachnominierte Ersatzspielerin verschollen ging, begab sich am Sonntag ein zarter Kader von nur 13 Spielerinnen auf den Weg zum nächsten Oberligaspiel. Es ist Sonntag 9:38 Uhr: Während Sophie Z. in der Bundeshauptstadt beim Berlin Marathon an den Start ging, überquerten Dresdner Hockeydamen das Ortseingangsschild von Freiberg. Die Zeit bis zum Anpfiff nutzten die Damen vom Ufer der Träume für ein intensives Aufwärm- und Einspielprogramm, um gegen die Freiberger von Beginn an hellwach zu sein und die nächsten Punkte einzufahren.
Sofort setzte der ESV Dresden den Freiberger Schusskreis unter Druck und erwischte dank des Vorprogramms den besseren Start. Sophie ließ in Berlin gerade die 15 km-Marke hinter sich, als nach einem schönen Angriff über die rechte Seite das erste Mal der Ball ins Tor knallte. Was in der letzten Trainingswoche den Spielerinnen noch große Mühen kostete, funktionierte beim ersten Tor mühelos: Nach einem Freischlag landet der Ball bei Vanni auf der Grundlinie, die mit einem Traumassist in die „kritische“ Zone Antjes Schläger zur gnadenlosen 1:0-Führung bediente. Der FHTC kam hingegen nur schwer ins Spiel und wurde frühzeitig am Aufbauspiel gehindert. Rollte der Ball doch mal am Dresdner Mittelfeld vorbei, dann war auch schon die nächste Dresdnerin zur Stelle und klärte die Situation souverän. Spätestens vorm Tor war dann für den Gegner Endstation, denn Frizzi „Power aktiviert“ Gerstl hielt wieder bärenstarken. Bärenstark waren auch die Spielzüge der Dresdner Offensive und die Konsequenz im Abschluss. So belohnte Leonie Boe sich und die ganze Mannschaft nach einem cleveren 90°-Pass, indem sie den Ball hart und platziert mit einer astreinen Argentinischen ins Tornetz schickte. Die ESV Damen präsentierten sich gewohnt laufstark und schöpften die Spielerressourcen -na gut, heute waren es nur zwei – vollständig aus. Nach einer kurzen Verschnaufpause eroberte Vanni kurz vorm Halbzeitpfiff den Schusskreis und zog ebenfalls ihr Rückhandschwert zum freudig umjubelten 3:0 Pausenstand.
Die Halbzeitpause in Freiberg war auch gleichzeitig Halbzeit in Berlin. Zu diesem Zeitpunkt standen 02:00:18 auf Sophies Uhr. Voll auf Kurs also. Genau wie die Dresdner Hockeydamen in Freiberg. Diese lieferten in der zweiten Halbzeit weitere schöne Schusskreiskombinationen ab, konnten sich aber leider nicht mit einem weiteren Treffer belohnen. Der FHTC erhöhte im Gegenzug den Druck und drängte auf den Anschlusstreffer. Jedoch gab es in der Dresdner Abwehr heute nichts zu holen und die Gastgeber gingen schlussendlich leer aus. Mit drei Punkten im Gepäck treten die Damen die Rückfahrt ins Elbtal an. Und die Lage in Berlin? Der Dresdenkonvoi verließ vermutlich gerade die Autobahn als Sophie mit einer 04:06:06 13:41 Uhr ihren ersten Marathon perfekt machte. Wir ziehen den Hut für diese tolle Leistung.
Mit dem vierten Sieg in Folge nehmen die Damen weiterhin den ersten Tabellenplatz ein. Da der HCLG punktgleich auf Platz 2 lauert, erwartet die Damen aus Elbflorenz nächsten Sonntag ein wahres Spitzenspiel in Leipzig.
Vielen Dank an Patrick fürs Pfeifen, an Ivi fürs Betreuen und Fred fürs Coachen.
We love ESV: Anja, Antje, Caro, Cornelia , Frizzi, Gesa, Krissi, Laura, Leo Bu, Leo Boe, Nadine, Vanni, Vroni
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