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Was von der „Bunten Republik Neustadt“ spielfähig entlassen worden ist.

Dienstag, 17. Juni 2014 von jojo

Um 13.00 Uhr mitteleuropäischer Ortszeit versammelten sich 13 spielfreudige Hockeyherren an der Aral-Tankstelle und fuhren mit einen hundertprozentigen Siegeswillen zum Tabellenführer nach Köthen.

 

Auf dem Gelände des Cöthener HC wuselten noch die kleinen weiblichen und männlichen Nachwuchstalente, die bundesweit zu einem der größten Nachwuchsturniere in Ostdeutschland angereist waren, herum. Dementsprechend verzögerte sich der Spielbeginn um 45 Minuten nach hinten.

 

Damit war klar, der erhoffte Bürger – als Belohnung – für die Anstrengung konnte nicht herhalten. Umso mehr wurde sich auf das Spiel und den Sieg als Belohnung fokussiert. Folgerichtig wurde in den Anfangsminuten stark dominierend agiert und der gegnerischen Abwehr immer wieder Nadelstiche versetzt. Leider fehlte es den ersten vier Angriffen noch etwas an der nötigen Präzision im letzten Viertel. Im Anschluss jedoch fanden die Elbstädter auch in der Angriffszone die nötige Ruhe, und brachten die Stürmer im Strafraum besser in Szene. Nach schönem Zuspiel auf der Außenbahn bediente Patrick mit mustergültiger Flanke den völlig allein stehenden Stürmer, Fridolin, der mit schöner Direktabnahme die Kugel am chancenlosen Keeper ins Netz jagte. Beflügelt von dem Eröffnungstreffer ließen die Dresdner fortan den Ball gut in den eigenen Reihen laufen und konnten weitere brandgefährliche Angriffe fahren. Kaum fünf Minuten nach dem Führungstor konnte man so den Vorsprung auf zwei Tore aufbauen. Maik faste sich im Schusskreis ein Herz und holte aus seinem Schläger (leider Überlänge) einen mächtigen Schuss raus, diesen konnte der Keeper lediglich zum Absender zurück abwehren, sodass Maik erneut zum Schuss kam, diesmal half der Verteidiger mit und lenkte den harte Schlag ins eigene Tor ab. Eine verdiente 2:0 Führung stand nach 12 Minuten Spielzeit sinnbildlich für die bis dahin sehr gute Leistung der Dresdner.

 

Die nächsten Spielminuten lassen sich wohl am besten mit dem Alltagsphänomen „des sozialen Faulenzens“ erklären. Obwohl man Ball und Gegner bis dahin richtig gut im Griff hatte, schlichen sich Unkonzentriertheiten in der Ballan- und Ballmitnahme ein, zu viele Einzelaktionen, es wurde nicht mehr jeden Ball hinterhergehetzt und die Passgenauigkeit ließ auf einmal zu wünschen übrig. Damit öffnete man Köthen „Haus und Hof“ und wurde prompt durch den Anschlusstreffer bestraft. Auch durch dieses deutliche Signal sind noch nicht alle aus der Lethargie aufgewacht, sodass die Heimmannschaft zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich durch eine verwandelte Strafecke erzielen konnte.

 

Nun besonnen sich die Dresdner wieder und mobilisierten nochmals alle Kraftreserven, um vor der Halbzeit noch die zuvor zu Recht besessene Führung zurückzuerhalten. Ein Querschläger in den Strafraum sprang den Verteidiger aus Sachsen Anhalt an den Fuß – folgerichtig – entschied das solide agierende Schiedsrichtergespann auf Strafecke.

 

Zum wiederholten Male wurde die Ecke von den Dresdnern schlampig gespielt, dennoch schaffte es Jonas irgendwie die Pille Richtung gegnerisches Gehäuse zu befördern. Der harmlose Schuss wurde vom Keeper zu kurz abgewehrt – geistesgegenwärtig zog René den Ball an den Schien vorbei ins kurze Eck – 3:2. Und kurz drauf der vorerst erlösende Halbzeitpfiff. Jetzt hieß es erstmal Kopf abkühlen, runter fahren und Kraft für die zweite Halbzeit sammeln.

 

Nach kurzer Halbzeitansprache, war die Motivation, die nötigen Meter auch für den Mitspieler zu laufen wieder in den Köpfen der Spieler verpflanzt. Demgemäß gelang den 13 Spielern aus Dresden wieder ein Start nach Maß, der mit dem frühen 4:2 durch ein Eigentor des Köthener Abwehspielers letztlich herbeigeführt worden ist. Wieder mit einen soliden Führung im Rücken hieß es nun aus den Fehlern in der ersten Halbzeit zu lernen und weiterhin dran zu bleiben. Dresden war bemüht die klare Führung weiter auszubauen, man merkte jedoch, dass die nötige Ruhe in der Angriffszone etwas gefehlt hat, sodass kaum gefährliche Strafraumszenen herausgespielt werden konnte. Das Spiel verflachte zunehmend. Auf beiden Seiten konnte im Ballbesitz wenig mit der Kugel angefangen werden. Dabei gilt hier der größer Vorwurf an die Dresdner, da die Köthener sich ausschließlich auf lange Schlenzbälle und vereinzelte Konter in ihrem Angriffspiel bemühten.

 

Circa in der 55. Spielminute gelang es wieder einen gezielten Ball nach einem Freischlag hinter der Viertellinie gefährlich in den Kreis zu befördern. Der im Schatten des Verteidigers lauernde Spieler, René, hat keine Mühe den scharfen und präzisen Ball von Dave per Stecher über den herauseilenden Torwart zu spitzeln. Mit 5:2 in Front sollte doch nun endlich die Kuh vom Eis sein. Dem war jedoch nicht so, nach einem langen Schlenzer setzte sich der Köthener Mittelfeldmann gegen die zwei Innenverteidiger durch und brachte den Ball in den Kreis, wo sich der sonst an dem Tag aufmerksame Torwart des ESV´s als Dritter im Bunde gegen den Torschuss geschlagen geben musste.

 

Nun brachen die letzten zehn Minuten an, CHC Spieler versuchte ihrerseits noch mal alles in die Waagschale zu hauen. Die Dresden reagierten darauf und agierten nun defensiver ohne dabei die Angriffsbemühungen einzustellen. So gelang es den Dresdner aus der Kompaktheit heraus über die Flügel ein schnelles Angriffsspiel nach vorne zu entwickeln.

 

Kurz vor Abpfiff prallte der Ball aus dem Getümmel heraus vor die Kelle, des bis dahin als Doppeltorschutze eingetragenen Dresdner Spieler, der sich nicht zweimal Bitten ließ und mit einem harten Schlag den Keeper vom Schusskreisrand tunnelte.

 

Alles in allem eine solide Partie der Dresdner ohne jedoch völlig zu glänzen. Dennoch darf man auch nicht vergessen, dass die Bank mit nur zwei Spielern besetzt gewesen ist und man schließlich beim Tabellenführer zu Gast war. Hervorzuheben ist die sehr effiziente Torausbeute, ganz anders als sonst ließ man wenig unverwertet liegen. Hier und da gibt es noch kleine Baustellen gerade bei den Ecken, generell ist die Mannschaft aber auf einen guten Weg und hat das Zeug die Liga zu verlassen.

 

Ole ESV

 

Für Dresden liefen auf:

 

Philipp, Mo, Modro, Fred, Jojo, Rene, Jonas, Moritz, Till, Maik, Puppi, Frido, Dave

 

Kategorie: 2. Herren, Allgemein, Herren

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3 Comments »

  1. Keine Frage…nachdem wir die letzten 4 Spiele alle deutlich gewonnen haben muss das neue Ziel „Aufstieg“ heißen! pusht euch! Sonntag 22.06., 10.00Uhr am Ufer der Träume!

    Kommentar: jojo – 17. Juni 2014 @ 14:01

  2. Vom Ergebnis war ich fast begeistert. Darf ich euch am Sonntag zum Sieg, eine Überheblichkeit liegt mir völlig fern, anfeuern?

    Kommentar: charly – 17. Juni 2014 @ 17:11

  3. Es wäre uns eine Ehre, lieber Charly

    Kommentar: Der Chancentod von Köthen – 17. Juni 2014 @ 20:19

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