Am Sonntag den 19.01. stand der dritte und letzte Spieltag der Meisterschafts-Vorrunde auf dem Programm der Knaben B. Ski-Urlaubsbedingt fielen Tom und Eric aus und Anton musste sich leider zwischen den Knaben C und uns entscheiden – mit dem ATV vor uns und Jena im Nacken war gut daran getan dass er schließlich bei uns mitkam, denn es mussten unbedingt 2 Siege her, damit wir aus eigener Kraft in die Endrunde kommen würden.
Wir trafen uns um 9 an der Aral, um gemütlich nach Chemnitz zu fahren. Der Druck war hoch, denn würde Jena alle 3 Spiele gewinnen und wir Punkte lassen, könnten wir (rein rechnerisch) sogar auf dem dritten Platz enden. Alle Augen waren demnach auch auf Jena und den ATV gerichtet – was ein Krimi kann ich euch versprechen.
Das zweite Spiel des Tages bestritten unsere direkten Konkurrenten Jena und ATV – an diesem Tag sowohl Hin- als auch Rückspiel. Jena gelang die große Überraschung mit einem 1:0 Sieg – 2 Siege wurden immer wichtiger.
Danach waren wir dran. Hochmotiviert ging es gegen die gerade-so-vollzähligen Osternienburger. Es passte zum Glück alles zusammen – schnell gingen wir durch Flo mit 1:0 in Führung, die Halle bebte (gefühlt…) und kurzerhand legten Albrecht und Anton zum 2:0 und 3:0 nach. Alle gaben ihr Bestes doch dann kurze Verwirrung: die Zuordnung stimmte nicht ganz und so konnten die O’Burger durch einen flinken Konter Goalie Sascha bezwingen. Würden sich die Jungs verunsichern lassen? Weit gefehlt, Julian setze darauf den Akzent „Wir holen hier 3 Punkte!“ mit seinem 4:1-Treffer und kurz vor Ende der 1. Halbzeit gelang auch endlich ein (Stecher-)Eckentor durch Hereingeber Luca. Die zweite Halbzeit gestaltete sich dann glücklicherweise zum Feuerwerk – getreu dem Motto „jeder darf mal“, denn bei den O’Burgern war die Power raus. Die Torschützen waren: Theo (6:1), Julian (7:1), Anton (8:1), Paul (9:1), Anton (10:1).
Nach uns wieder der ATV, diesmal gegen Post Chemnitz. ATV war klarer Favorit (Chemnitz mit nur 3 Punkten bisher), aber wie auch die Herren wissen, darf man die Chemnitzer nicht unterschätzen. Und die ATVler schienen das nicht zu beherzigen – 2:0 für Chemnitz!!! Was für ein Spiel, was für eine Aufregung, was für Emotionen. Traininer Till musste sich nun überlegen, wie er die Jungs für das nächste Spiel gegen die starken Chemnitzer motivieren sollte…
2 Spiele später war es dann soweit. Das viele Hin-und-Hergerechne zwischen den Spielen hatte nichts gebracht – würde ATV das 2. Spiel gegen Jena gewinnen, könnten wir in ungünstiger Konstellation noch 3. werden – wenn auch nur rein rechnerisch! Die Chemnitzer erwiesen sich wieder mal als hartnäckige Gegner. Das Hinspiel hatten wir schon nur knapp mit 2:0 gewonnen – das hätte auch anders ausgehen können. Die Bank schwitze Blut und Wasser, ein schnelles Eckentor durch Paul verschaffte nur wenig Erleichterung – das ist kein Vorsprung im Hallenhockey! Doch wir hatten doch Monsieur Abgeklärt Julian Simon dabei… ganz entspannt schiebt er 2 mal das Runde ins Eckige – Halle und Bank toben vor Aufregung. Wir gehen endlich mit der verdienten 3:0-Führung in die Halbzeit. Das bringt zunächst Erleichterung, doch der Trainer weiß nur zu gut, dass eine gute Halbzeit-Motivation wieder alles wettmachen kann. Dann der Anpfiff. Die Erschöpfung ist allmählich allen anzusehen, die Aufregung hat ihr übriges getan. Dann gelingt Anton noch das 4:0. Dann der Abpfiff – Jubel und große Erleichterung – FINALE !!!!!!!!!! Das Ticket war gesichert!
Wir blieben dann noch zum nächsten und letzten Spiel, das sicherlich in Anbetracht des Tagesverlaufs das aufregendste war. Jena gegen ATV – wer würde als zweiter ins Finale einziehen. Wir waren schon recht sicher 1. der Staffel, es sei denn Jena würde mit 9 Toren Unterschied gewinnen. Aber dazu kam es nicht. Jena gewinnt mit 2:1 und der ATV fällt vom 1. (vor dem Spieltag) auf den 3. Platz. Zufrieden mit unserer Leistung und in freudiger Erwartung Jena auch in Köthen wiederzusehen traten wir dann die Heimreise an.
Mit dabei waren: Sascha (Goali), Paul, Luca, Johann, Moritz, Julian, Anton, Flo, Theo und Albrecht.
Bericht: Till Kölditz
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