Zusammen mit den zweiten Damen fuhr auch die zweite Herrenmannschaft zum Klassik-Pokal ins schöne Weimar. Etwas ersatzgeschwächt und angesichts der Gegner aus fast ausnahmslos höheren Spielklassen war das anfängliche Hauptziel in erster Linie ein schönes Wochenende zu haben, vielleicht auch ein paar Erkenntnisse für die bevorstehende Saison mitzunehmen und dabei vor allem gegen die Regionalligisten aus KW und Jena nicht zu sehr unter die Räder zu kommen.
Die zwei Ligen höher spielenden Königs-Wusterhausener waren auch direkt der erste Gegner. Die erste Hälfte verlief recht knapp, wir hielten gut mit, ohne uns selbst große Chancen zu erarbeiten und mussten lediglich einmal – nach einer Strafecke – den Ball aus dem eigenen Tor holen. So weit, so gut, aber vielleicht konnte da ja doch etwas gehen? Und wie. Kurz nach dem Wiederanpfiff gelang nach schönem langem Zuspiel direkt der Ausgleich und kurz darauf spielten wir uns regelrecht in einen Torrausch. Fünf weitere Male schlug es im KW-Gehäuse ein. 6:1 der Endstand. Vielleicht war ja doch mehr drin als nur ein schöner gemeinsamer Wochenendausflug.
Zweiter Gegner war Weimar, der eigentliche Gradmesser weil einziger direkter Ligakonkurrent im Feld. Nach frühem Rückstand drehten wir auch hier das Ding, diesmal schon vor der Pause. Letztlich hielten wir die Gastgeber immer mit mindestens zwei Toren Vorsprung auf Abstand und schenkten am Ende noch die Schlussecke zum 5:4 Sieg her.
Vor dem letzten Spiel des ersten Tages gabs dann noch unerwartete Verstärkung: Robbi kam aus Jena vorbei und brachte Schläger und ne Kiste Sterni mit. Etwas eingerostet von der langen Pause lief es gegen die Chemnitzer dann aber nicht mehr ganz so glatt und so gabs am Ende mit 2:4 die erste Niederlage. Egal. Spielerisch waren wir trotzdem auch so etwas überrascht von uns selbst. Schon drei Punkte mehr auf dem Konto als erhofft. Abends gabs dann erstmal lecker deftig thüringisches Essen und auch danach gings auf der Player’s Party bei „Superarschwackelmucke“ noch lange gut vorwärts… aber: „Was im Turm passiert, bleibt im Turm“ wurde uns bereits im Vorfeld mitgeteilt. Daher sind weitere Details hier streng vertraulich.
Am nächsten Morgen gings dann gegen die bisher punktverlustfreien Jenaer mit Hockey weiter. Und das sogar recht schwungvoll. Nach zwei schnellen Angriffen stand es plötzlich 2:0 für uns. Da geht was. Zwar glich der SSC auch schnell wieder aus, aber auch darauf hatten wir die Antwort parat. Der Ball lief teilweise so schnell und schön, wie wir das uns selbst so eher nicht zugetraut hätten. Da kamen selbst die eigenen müden Augen kaum hinterher. Besonders das Tor zum 5:3 war extrem sehenswert – One-Touch-Hockey über alle fünf Positionen. Am Ende gewannen wir tatsächlich 5:4 und damit war das letzte Spiel gegen den LSC sogar das Finale um den Turniersieg. Allerdings war da bei uns dann die Luft raus. 3:1 gewannen am Ende der Leipziger. Für uns reichte es dennoch zu einem vorher nicht zwingend für möglich gehaltenen dritten Platz. Spaß hat’s gemacht. Da kann man schonmal gut gelaunt in die neue Saison gehen.
Dabei waren: René, Philipp, Jonas, Johannes, André, Tom G., Puppi, Richard V., Martin Wi., …
… und Berichterstatter Roman
Olé ESV!
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Ja, auch ich war von den Siegen gegen die zwei Regionalligisten deutlich überrascht. Musste erst bei Martin Menz nachfragen, ob es sich denn wirklich um deren Erste handelte…
Kommentar: charly – 15. November 2014 @ 11:06