Im Herbst des wunderbaren Jahres 2013 ist es geschehen, zum ersten Mal schafft es eine ESV-Herrenmannschaft die Festung Torgau seit Beginn der Aufzeichnungen durch Charly Schreiber nicht nur zum Wackeln zu bringen, sondern gar einzunehmen und 3 Punkte nach Dresden zu entführen. Für alle die ihn noch nicht oft genug gelesen haben, der Spielbericht: https://dresden-hockey.de/wie-ein-bautzner-und-ein-schotte-zu-esv-legenden-wurden/
Am vergangenen Sonntag, knapp 2 Jahre nach dem historischen Erfolg, musste die junge Truppe um Aushilfskapitän Till R. vom Ufer der Träume wieder nach Torgau. Der 2. Sieg auf dem Naturrasen flußabwärts sollte errungen werden.
Schon im vorhinein gab es einige parallelen zum letzten Spiel in Nordsachsen:
Vorbereitungs-Freundschaftsspiel in Pillnitz? gewonnen!
Den Bautzener René dabei? klar!
Leicht dezimierter Kader und ein immernoch verletzter Christoph? leider ja.
Naturrasendebüts bei den Herren? Einige.
Pascal vergisst ein Kleidungsstück? sowieso!
Bei schönstem Sonnenschein und hohen Temperaturen erwischten die Dresdner auch den besseren Start in die Partie und konnten sich mehr Spielanteile erarbeiten und auch 2 frühe Torschüsse für sich verbuchen. Ein Tor sprang dabei jedoch noch nicht heraus und so fand auch Torgau besser in die Partie. Auf dem Naturrasen entwickelte sich eine muntere Partie mit reichlich Chancen auf beiden Seiten. Torgau blieb bei den Ecken ungefährlich und als es einmal richtig brenzlig wurde, half der Torpfosten aus. Die ESV-Herren wollten es im Kreis zu schön machen oder haderten mit dem ungewohnten Untergrund. So ging es trotz vieler Möglichkeiten torlos in die Halbzeit.
Aber die wahrscheinlich jüngste Mannschaft der diesjährigen Oberliga (21,8 Jahre im Schnitt) hat gemerkt, da geht doch was. Wir können hier Punkten. Entsprechend motiviert kamen die Herren aus Dresden zurück aufs grün. Mit schönen Spielzügen sprangen auch immer bessere Torchancen heraus. Eine davon konnte nur noch mit dem Fuß vor der Linie gestoppt werden und es gab folgerichtig 7m. Und wie man das halt macht, schickt man den jüngsten Spieler der Mannschaft, Simon Schwedler, zum Punkt mit der Chance auf Heldentum. Der zeigt keine Nerven und schießt gekonnt ein. 1:0 Führung! In der Folge warfen die Torgauer alles nach vorne und drängten auf den Ausgleich. Doch das gab den ESV’lern mehr Räume und keine 5 Minuten später konnte ein Perfekt ausgespielter Eckenkonter über die Rechte Seite verwertet werden. Youngster Rick bekommt den Ball am 7m Punkt und legt selbstlos auf für den älteren Bruder, der nur noch ins leere Tor einschieben muss. Danach wurde das Spiel in typisch Dresdner Manier deutlich hektischer und man ließ sich auch zu dem ein oder anderen Wortgefecht mit den Gastgebern hinreißen. Dadurch von der eigentlichen Aufgabe abgelenkt, gelang auch der Anschlusstreffer für Torgau. Eine Auszeit sorgte für die nötige Beruhigung und Ordnung in der Dresdner Defensive. 8 Minuten vor Schluss dann die Entscheidung: Yorck „Naturrasen? so what?!“ Schuster dribbelte sich an 3-5 Gegenspielern mit feinstem Hockey vorbei Richtung Tor und belohnte sich im Nachschuss mit seinem 1. Saisontor und dem Entscheidungstreffer in diesem Spiel.
3:1 Endstand in Torgau, die diese Saison 13 von ihren 14 Punkten zuhause geholt haben und dort auch ungeschlagen waren. Ein gelungenes Geburtstagsgeschenk der ESV-Herren an Spielertrainer Pascal.
Mit dabei waren: Siggi „100 Ecken halt ich euch“, Till „is doch keen Problem“ Rath, Mäx „Ach ja, dann leg ich mal ab“ Grüber, Jojo „Grundlinienflitzer“ Zucht, Simon „Ich 7m? auf Naturrasen? Na gut“ Schwedler, Rick und Tom Tschernich von der neuen ESV Band „Riggy und Diggy T.“, Tom „Mit Schlaf lauf ich auch 50 Ecken ab“ Gabel, Yorck, Kili „kein vorbei“ Hildebrand, Willi „Eishockeyschlag is beste“ Keller, René „im Stehen schiesse ich nicht“ Koall und Pascal „hat jemand ne kurze Hose übrig?“ Krumbholz
Noch ohne Punktverlust in der Rückrunde reisen die ESV-Herren am kommenden Wochenende zum letzten Naturrasenspiel beim Leipziger SC.
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Super stark Männer. Das Athletiktraining scheint sich bezahlbar zu machen. Wer körperlich fit ist, der ist auch fit im Geiste :-))) Wer eine Festung einnimmt, der kann noch mehr erreichen …
Kommentar: Stefan Schwedler – 15. Juni 2015 @ 16:43