Den ersehnten Rückrundenstart hatten wir Hockeydamen uns definitiv etwas einfacher vorgestellt. Bei 30°C, sehr bescheidenen Platzverhältnissen und einer immer kleiner werdenden Auswechselbank wurde uns gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Jenaer Damenschaft zum Auftakt gleich einiges abverlangt. Bereits vor Fahrtantritt dezimierten sich die Auswechselressourcen von fünf auf drei Spielerinnen. Ungewohnt spät ging es nichtsdestoweniger frohen Mutes im neuen T6 in Richtung Jena. Endlich war er da: Der erste Spieltag der Rückrunde. Wurde ja auch Zeit. Schließlich haben wir in den vergangenen zwei Monaten oft genug und viel trainiert.
Voller Tatendrang ging es in die erste Hälfte. Der Gegner wurde schnell unter Druck gesetzt und ins eigene Viertel gedrängt. Jena konzentrierte sich ausschließlich aufs Verteidigen und somit wurde es im gegnerischen Schusskreis eng – sehr eng. Dazu kam diese brutale Hitze, der wir bestmöglich mit starken Sprinteinlagen und teilweise gutem Passspiel trotzten. Insgesamt reichte die Passqualität in der ersten Hälfte jedoch nicht immer für einen sauber ausgespielten Angriff. Die brutale Hitze, der trockene stumpfe Platz…es war wirklich schwer. Dennoch durchdrangen wir irgendwie diese dichte Abwehrkette, verzagten aber an der gut aufgelegten Jenaer Keeperin.
Kurzes Verschnaufen. Weiter ackern. Sagte ich schon, dass es brutal heiß war? Die nächste Auswechselspielerin verabschiedete sich. Nicht aufgeben! Ein Punkt ist nicht genug. Die Chancen werden handfester. Kurze Ecken verfehlen nur knapp den Kasten. Kämpfen! Schwitzen! Endlich! Erlösung! Die Erlösung fiel acht Minuten vor dem Abpfiff. Was für ein Jubel. Die Torschützin fand sich in einer Traube springender Mitspielerinnen wieder. Danke Toni! Du hast uns den Tag gerettet. Die verbleibende Zeit wurde weiter geackert und der Dreier festgehalten.
Spielerisch war das gewiss noch keine Glanzleistung. Aus kämpferischer und läuferischer Sicht war´s unterm Strich jedoch ein „ungefährdetes aber spätes 1:0 gegen das Bollwerk“ aus Jena.
Wir bedanken uns herzlich bei Kili fürs Pfeifen. Bei Mäx fürs gute Coaching. Und bei Vroni für die Organisation der lupenreinen An- und Abfahrt. Natürlich begrüßen wir ganz lieb unseren neuen Abwehrgigant Anja, die ab nun an mit großen Ambitionen auf die Läuferreihe unser Team verstärkt. Schön, dass du den Weg zum Ufer der Träume gefunden hast.
We ♥ ESV: Vanni, Bine, Sarah, Toni (1), Vroni, Gesa, Antje, Caro, Laura, Anja, Leo, Anka, Ivi, Fini
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Ende gut, alles gut“ Auf weiteren Titelkurs Trainer und Mädels!
Kommentar: charly – 25. Mai 2016 @ 19:08