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2. Herren verloren in Freiberg 1:8

Mittwoch, 25. Mai 2016 von Charly

Was war das denn? Es gibt Dinge, die kann man kaum erklären, und es gibt Tage an denen alles zusammenkommt. Da zweifelt man als Spieler, als Trainer und…auch als Spielertrainer. Dabei haben die Rahmenbedingungen auf den ersten Blick gut ausgesehen. Eine schöne Sportanlage, bestes Wetter und großer Kader machten richtig Lust auf das vor uns liegende Spiel mit einem erwartet starken Gegner auf heimischem Grund. Doch wie gesagt…auf den ersten Blick. War die üppige Bewässerung an einem wolkenlosen, sonnigen Tag des Kunstrasens in der Einspielzeit noch als angenehm empfunden worden, so erwies sich diese in Verbindung mit einem offensichtlich überforderten Unterbau des Platzes als tückische „Aquaplaning“-Falle im Spiel. Nicht, dass man das was u. a. daraus folgte als Ausrede gelten lassen darf, jedoch war innerhalb kürzester Zeit und trotz kunstrasentauglichem Schuhwerks festzustellen, dass nahezu alle Spieler des ESV einfach keinen Gripp auf diesen sich seifig anfühlenden Boden bekamen und es eine wahrhaftige „Ausrutschorgie“ im Verlauf des Spieles gab. Klar, was jetzt vom sportkundigen Beobachter kommt…na ja, die Freiberger bewegten sich ja auf demselben Untergrund. Doch irgendwie war das zumindest in der 1. Halbzeit ein entscheidender „Heimvorteil“, der uns in den ersten 10 Minuten, nahezu im Minutentakt und uns selbst, unterstrichen mit Worten die man hier eigentlich nicht unbedingt schreiben muss, die Augen reibend einen Rückstand von 4:0 bescherte. Auch die ungewöhnlich früh beanspruchte Auszeit, um möglichst früh auf eine desaströse erste Spielphase zu reagieren, brachte kaum eine spürbare Besserung. Nahezu jeder der ESV`ler hatte weiterhin ungewohnte Schwierigkeiten, selbst nach gelungener Aktion, ein vernünftiges Weiterspielen mangels Bodenhaftung zu praktizieren. In der Formel 1 nennt man das dann „falsches Set up“, aber hat man das nicht gesehen kann man es kaum glauben.
Dennoch, die Platzbeschaffenheit alleine darf hier nicht als vorgeschobene Entschuldigung gelten lassen, denn die Freiberger legten „auf dem gleichen Platz“ einen fulminanten Start, sowohl von der Dynamik als auch von einer sehr guten Spielanlage mit diszipliniert ausgespielten und mit Torabschluss gekrönten Spielzügen hin. Da stimmten durch die Ligaerfahrung drüber und sehr guter Abstimmung die Laufwege und die Kombinationssicherheit. Alles „wenn“ , „aber“ und „hätte“ … hat noch nie jemanden und schon gleich gar nicht unserem Team akut geholfen, und es tat dem Sportlerherz schon weh zu sehen, wie es in Einigkeit von herum- und ausrutschenden ESV`lern bei einem auch noch taktisch und spielerisch überlegenen Gegner gleich zu Beginn so unter die Räder kam. Dazu gesellte sich eine insgesamt zu große Trägheit im Erkennen der generischen Aktionen und im eigenen Spielaufbau, was es den Freibergern noch leichter machte uns regelrecht – und das muss man ohne Umschweife so eingestehen – in der ersten Halbzeit regelrecht vorführten. Weiß man, was unsere Truppe tatsächlich kann und welche Qualität in ihr steckt , dann ist das Resultat einfach unerklärlich.
Dann, nach einem 6 (?) : 0 (?), der zu diesem Zeitpunkt erst einmal erlösende Halbzeitpfiff. Lange Rede kurzer Sinn was die erste Halbzeit betrifft – Wir kamen einfach nicht ins Spiel, fanden kein probates Mittel, und der Rückstand von 0:6 nagte an jedem Einzelnen von uns. Über Jedem und Alles stand erst einmal ein riesengroßes Fragezeichen weil, erstens nichts gelang und zweitens der Gegner zu diesem Zeitpunkt tatsächlich auch noch eine ganze Klasse besser war.
Beratung – intensiver Austausch, eine gehörige Portion Eigenkritik und trotz der spürbaren Beklommenheit kommt weder ein Auf, noch sich Ergeben nicht in Frage. Die Mischung aus Wut die jeder auf sich selbst hatte und die Enttäuschung über das Geschehene war spürbar und sorgte dann für das, was in der 2. Halbzeit als Konsequenz zu sehen war.
Anpfiff 2. Halbzeit – unverzagt und sich nicht weiter als der bis dahin schwache Sparringspartner zu erweisen, sorgte nun der Trotz, ein ungebrochener Wille und eine nun doch den Umständen angepasste Disziplin für einen ganz anders gestalteten Spielverlauf. Die Freiberger hatten nun deutlich mehr Mühe und mussten weit mehr investieren, um auch nur ansatzweise an die erste Halbzeit anschließen zu können. Die bisher durchgespielten, und kaum unterbundenen Angriffe fanden nun weit früher durch ein viel früheres, erfolgreiches Dazwischenfunken und Balleroberen ein Ende. Mehr und mehr gelangen unserer Truppe gute Aktionen und über einen Bilderbuchkonter – der nichts mit einer Nachlässigkeit der Freiberger zu tun hatte – gelang der Ehrentreffer zum 1 : 6. Leider bekamen wir im Anschluss nicht 2 Kurze, an sich regelkonforme Ecken zugesprochen, in der der Schiri zu zögerlich war und zu lange wartete – auf der anderen Seite Derartiges gegen uns relativ schnell entschieden und gepfiffen wurde. Das kam zu diesem Zeitpunkt als i-Tüpfelchen – jedoch um fair zu bleiben nie spielentscheidend – noch hinzu. Die Anmerkung, dass der Eindruck, durch die überschwängliche Stimmung der Freiberger Fans mit einem kleinen Tick Überheblichkeit (So ist eben Sport, auch wenn man deutlich überlegen ist – und wir erlaubten das leider), die Entscheidungen vor und in unserem Schusskreis weit schneller und etwas unsensibler zu fallen schien, sei erlaubt. Dann doch noch eine Entscheidung mit einem 7 m in den verbleibenden ca. noch 15 Min Spielzeit für uns, den auch der verursachende Gegenspieler anstandslos und fair – als letzter die Kugel vor der Torlinie an den Fuß bekommend – eingestand. Ein beherzter ESV`ler (dessen Name geheim bleibt –breitgrins) nahm sich ein Herz und die Kugel, trat an und…und…und……vergab. All der Frust und das kochende Sportlerherz sollte sich in dem Schlenzer entladen, doch die Miene des ungenannten Schützen (nochmal breitgrins) spiegelte dann auch diesen verkorksten – rein sportlich betrachteten – Tag. Die Chance auf ein weiteres Tor für eine weiter positive Ergebniskorrektur war somit vertan. Insgesamt konnten sich die Freiberger in der 2. Halbzeit nur noch 2 Tore (Endstand 8:1) – diesmal allerdings nur noch sehr mühsam erkämpfen – was zeigte, welche fantastische Moral und Kämpfernatur unsere Truppe an diesen rabenschwarzen…furchtbar sonnigen Tag bewies. Ein großes Kompliment an unseren Keeper, Torwartküken Max, der als unerfahrener und jüngster Spieler in der ersten Saison im Herrenteam Rückgrat, Können und Kampfgeist mit tollen Paraden und Einsatz gezeigt und Schlimmeres vereitelt hat.
Fazit: Jeder steht mal mit dem falschen Fuß auf – manchmal ALLE gleichzeitig. Tipp an meine Truppe: Schwer umzusetzen und so tief auch so was in dem Sportler (und Trainer) nagt… ABHAKEN! Wir haben Moral bewiesen uns so gut es nur ging aus dem Tief herausgezogen, aufblitzen lassen, dass wir auch anders können und im Leben, vor Allem in der Liga, sieht sich doch mehr als einmal und eine Rechnung ist da offen. Glückwunsch an die Freiberger, die verdient – doch ich denke mit dem Wissen, dass dies ein nicht vorhersehbarer Ausrutscher ihres Gegners war – gewonnen haben.
Ole ESV
Klaus

Kategorie: 2. Herren, Allgemein, Herren

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Ein Kommentar »

  1. Interessant, wie ernst Klaus Fliegner die Spiele seiner Mannschaft nimmt. Schiri in Freiberg war Tom Gabel für den ESV.

    Kommentar: charly – 25. Mai 2016 @ 19:06

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