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Nie mehr zweite Liga, nie mehr…nie mehr – zweite Herren setzen sich die Krone auf

Donnerstag, 03. Juli 2014 von jojo

 

Nach durchwachsenden 70.Spielminuten war es amtlich, die zweiten Herren des ESV Dresden dürfen die niedrigste Spielklasse des Mitteldeutschen-Hockeyverbundes gen 1.Verbandsliga verlassen.

 

Mit dem 6. Sieg in Folge, bekleiden die Elbstädter zum Saisonende mit einem Punkt Vorsprung vor dem LSC Leipzig II den ersten Tabellenplatz, ziemlich beachtlich, wenn man bedenkt, dass vor dem Start der Rückrunde gerade mal 3 magere Punkte eingefahren wurden. Mit neuem Schwung und ausschließlich auf Kunstrasen spielend haben sich die Platzierungsverhältnisse von Spiel zu Spiel verbessert. Kurz vor Anpfiff stand es schon fest, dass mit einem Sieg gegen die dritten Herren des ATV Leipzigs der Aufstieg perfekt gemacht werden könnte.

 

Dementsprechend begannen die Dresdner das Aufeinandertreffen mit sehr viel Elan. Die Anfangsminuten waren geprägt von viel Ehrgeiz, einer hohen Laufbereitschaft, man spürte den Willen jedes einzelnen Spielers hier von der ersten Minute an, eine klare Duftmarke hinterlassen zu wollen. Leider führte die Spielweise zu kopflosen Aktionen, in denen der Mitspieler zu spät oder gar unsauber bedient wurde, sodass viele Angriffsbemühungen bevor sie überhaupt für Gefahr sorgten, mühelos durch die gegnerische Verteidigungslinie abgefangen werden konnten.

 

Erst nach 12. Minuten wurde die Fehlerquote erheblich minimiert und folgerichtig entfaltete der ESV zunehmend den Druck in der Angriffszone. Eine hervorragende Balleroberung von Till Simonsen in Höhe der Dreiviertellinie brachte die Dresdner gefährlich vor dem Schusskreis in Ballbesitz. Geistesgegenwärtig leitete Till den gewonnen Ball ohne lange zu fackeln in den Schusskreis auf René, der im Fallen mit der Aggi den heraneilenden Torwart überwinden konnte. Na endlich!

 

Mit der Führung im Rücken entspannte sich das Dresdner spiel merklich und der Ball zirkulierte nun endlich sicherer in den eignen Reihen. Dennoch blieben die Leipziger mit ihren harten Befreiungsschlägen immer wieder gefährlich. In der Phase machte es die Dresdner den Leipzigern einfach, wieder ins Spiel zu finden. Anstatt sich mit breiter Brust vor den Verteidigern zu positionieren, wurde sich ängstlich vor den Befreiungsschlägen weggedreht (die alle flach kamen). Demgemäß rutschte ein ums andere mal so ein Ball bis zur Höhe der eigen Verteidigungszone durch. Zum Glück stellten diese Situationen die an dem Tag neu besetzte Viererkette zunächst  vor keiner größeren Herausforderung.

 

Generell wurden die meisten Bälle schon vor der Mittellinie – dankend – von den Dresdnern in Empfang genommen. Mit Ruhe und Übersicht wurde ein schöner Angriff über die rechte Außenbahn gefährlich von Richie in den Schusskreis gebracht, die fälschlicherweise gewählte Direktabnahme konnte vom Keeper der Leipziger noch pariert werden. Aus Sicht der Leipziger schaffte es der Goalie jedoch leider nicht den Ball richtig zu klären, sodass Moritz am langen Pfosten stehend – sich gefühlt eine Minute Zeit nehmen könnend – um na ja nennen wir es mal einen „Schlenzer“ ins Tor zu bringen – 2:0. Egal wie – Tor ist Tor!

 

So langsam wurde das Ergebnis dem Spielverlauf gerecht, dennoch wollte keine richtige Freude aufkommen. Weder beim Tor von Moritz noch ob des Spielstandes. Zu viel Fehler schlichen sich in das Spiel der Dresdner ein und sorgten so für einen stetig wachsenden verbalen Austauschbedarf. Gefühlt wurde mehr miteinander geredet als miteinander gespielt. Ständige Korrekturen untereinander ließen das Temperament aufkochen. Glücklichweise konnte der ATV III aus der Stimmungslage kein Kapital schlagen und blieb bis vor der Halbzeit in seinen Angriffsbemühungen ziemlich verhalten. Hin und wieder spielten die Dresdner, dann einfach wieder Hockey und wurden dafür mit einem weiteren Tor vor der Halbzeit belohnt. Nach dem der Torhüter sich nicht mehr anders zu helfen wusste, als dem Stürmer auf den Schläger zu schlagen, gab es dem Regelwerk entsprechend einem Siebenmeter für die Gastmannschaft.

 

Sich der Regel „der Gefoulte sollte nicht schießen“ widersetzend nahm sich René das Objekt der Begierde und nagelte es halbhoch in die linke Ecke des Tores. 3:0. Nun sollte doch die Stimmung ins unermessliche steigen – oder?? – weit gefehlt, die Unzufriedenheit blieb an dem heutigen Tag, der schwerste und schier unüberwindbarste Gegner.

 

Halbzeitpfiff, souverän in Front ohne eine prächtige Partie abzuliefern. Nach einer knackigen Halbzeitansprache von Pascal, der als Schiri und als Coach mitgereist ist – an der Stelle einen nicht mehr endenden Applaus für diesen seines Gleichen suchenden Einsatz – wurden die ersten Spielminuten richtig gutes Hockey gespielt. Es wurde weniger mit den Ball gedribbelt, die Seitenverlagerungen erfolgen sauberer und in entsprechender härte. Demgemäß wurden sich im Minutentakt Möglichkeit rund um den Schusskreis erspielt. Leider fehlte es dann etwas an der Präzision beim letzen entscheiden Pass oder man versuchte zu früh die Stürmer im Kreis zu bedienen, als über die Außenbahn kommend einzudringen, sodass viele Bälle ohne jegliche Torgefahr von den Abwehrspielern abgefangen werden konnten.

 

Im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte kamen auch die Leipziger zu höherwertigen Torraumszenen, die aber allesamt in letzter Instanz von dem gut aufgelegten ESV Schlussmann, Ingo, vereitelt werden konnten.

 

Circa in der 55 Minute war es Patrick Kobel der im Schusskreis die Übersicht behielt und mit einem scharfen Schieber den Ball im unteren linken Eck des Tores unterbringen konnte. Zuvor wurden noch einige Großchancen leichtfertig und überhastet vergeben.

 

Den Schlusspunkt setzend und einhergehend den Sieg mit dem Ergebnis von 5:0 besiegelte Jojo nach starken Rebound. Die nunmehr 8. zugesprochene Strafecke (ausbeute trotz intensivem Trainings weiterhin nicht gut) wurde hart vors Tor gebracht und konnte vom Torwart nur noch nach vorne prallen gelassen werden, Jojo reagierte am schnellst und bewegte das Runde ins Eckige.

 

5:0 am Ende ein eindeutiges Ergebnis, welches zumindest im Nachgang noch für das ein oder andere Lächeln gesorgt hat, oder kamen diese entspannten Gesichtzüge vom Siegesbier. Mag dahinstehen, nach sechs Siegen in Folge steht man zu Recht, auf dem ersten Tabellenplatz und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat man gemerkt kann man einiges erreichen.

 

Eine Liga höher heißt es, noch besser, intensiver und zielstrebiger und allen voran mit einer höheren Beteiligung im Training zu arbeiten und die kleinen Unstimmigkeiten im Zusammenspiel zu egalisieren, dann bin ich mir sicher wird sich die starke Truppe auch hervorragend in der neuen Liga etablieren und so der Überschrift hoffentlich sehr, sehr lange gerecht werden.

 

Ole ESV

 

Für den ESV spielten:

 

Ingo, Mo, Lukas, Oli, Dan, Jojo, Till, Moritz, Richard, Jonas, Hannes, Frido, Puppi, Mobbi und der erneute Berichtschreiber Rene

Kategorie: 2. Herren, Allgemein, Herren

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