Am vergangenen Sonntag stand für die Damen des ESV Dresden der letzte Punktspieltag der Feldsaison an. Bereits in den frühen Morgenstunden sammelte sich ein bezaubernder, wenn auch verschlafener Haufen optimistischer ESV-Görls, um den weiten Weg nach Jena auf sich zu nehmen.
Die Fahrt verging wie im Flug und wie so oft bei unseren Jena-Ausflügen standen wir erst mal vor verschlossenen Türen.
Doch dann ging es endlich los.
Da wir beim vorigen Punktspiel Nerven gezeigt und unglücklich gegen Cöthen verloren hatten, lag der Kampf um die Tabellenspitze nicht mehr in unseren Händen. Daher war die Ansage der Trainer: Spielt schön, habt Spaß, schießt viele Tore und vielleicht geschieht ja noch ein Wunder!!
Obgleich der Hauch dieser Chance nicht mal eine Messerspitze breit war, nahmen wir uns die Ansprache der Trainer zu Herzen und starteten konzentriert ins Spiel. Die ersten zehn Minuten hatten wir noch etwas mit den Platzverhältnissen zu kämpfen und machten es uns durch Stoppfehler und ungenaue Pässe selber unnötig schwer.
Doch wir kamen immer besser ins Spiel und setzten die Damen aus Jena kräftig unter Druck. Nur die Tore wollten noch nicht fallen. Etwa zehn Minuten vor Schluss war es schließlich Maria, die uns mit einem klasse Eckenschuss erlöste. 1:0.
Nun war der Knoten geplatzt und wie am Schnürchen gingen uns die Passkombinationen vom Schläger, so dass Vroni kurz vor dem Abpfiff auf 2:0 erhöhen konnte.
Nach der Pause ließen wir dem Gegner kaum Raum und spielten erfolgreich unsere Pressingvariante. Zahlreiche Chancen im gegnerischen Kreis waren das Ergebnis. Diese wurden in einer starken zweiten Hälfte dann auch endlich eiskalt genutzt und in Zählbares verwandelt. Lobenswert, dass sich bei acht Treffern sieben verschiedene Schützen eine goldene Nase verdient haben.
Doch auch die Damen aus Jena kamen immer wieder mit gefährlichen Kontermöglichkeiten in unseren Kreis, wurden aber mit einer Ausnahme ein ums andere Mal von unserer starken Verteidigung aufgehalten. Aenne, Gesa, Krissi, Nadine, Anja, Ivi und Lisa: mega starkes Spiel!!
Nach dem Abpfiff hieß dann der Endstand 8:1 und wir stellten uns sofort die Frage: Wie hat Leuna gespielt? Hat es für ein Wunder gereicht?
Wie zu erwarten war, besiegte Leuna die Spielgemeinschaft Freiberg/ Chemnitz und so hat es am Ende leider nicht ganz gereicht. Aber wir haben stark gespielt, viele Tore geschossen (ein kleines Wunder 😉 ) und mit einer super Mannschaftsleistung richtig viel Mut für die nächste Saison gemacht.
Mädels, wir blicken mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf die zurückliegende Saison. Am Ende ist es nicht die Meisterschale geworden. Aber athletisch haben wir erneut eine Schippe drauf gelegt und unsere ohnehin nicen Bodys in Bestform gebracht. Zudem haben uns die vergangenen Spiele gezeigt, wie gut unser Spielsystem funktioniert und wie eindrucksvoll jeder von uns in diesem Spielsystem mitwirkt. Außerdem ist das, was wir auf und neben dem Spielfeld haben unersetzlich: Wir haben zwei tolle engagierte Trainer und wir haben uns! Olé ESV!
Mädels, wir freuen uns auf die neue Feldsaison mit euch. Wenn wir uns so weiterentwickeln, dann klappt es das nächste Mal auf jeden Fall mit dem Aufstieg 🙂 ! Und ein Ziel haben wir ja zumindest schon erreicht…
Torschützen waren: Maria Weißpflog, Vroni Spee, Anka Tscherbatschoff (2), Antje Schubert, Sophie Kreiner, Nadine Becker und Leonie Burgmaier.
Vroni & Antje
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