Nach zwei harten Trainingswochen stand am vergangenen Samstag – ja ihr habt richtig gelesen – das zweite Oberligaturnier der Staffel A an. Mit 12 Spielerinnen, dem Trainerduo „Chräx“ sowie Edelfan und Interimscoach Fred steuerten Bus und Autos natürlich nicht ohne die Stolpersteine des „frühen“ Treffpunktes in Richtung Köthen.
Gemäß dem Motto „Frau oder Maus?“ stellten wir uns den eisigen Temperaturen und heizten uns mit einer Laufeinheit an der frischen Luft kräftig ein. Denn im Spiel gegen die kampflustigen Spielerinnen aus Jena wollten wir uns ganz und gar nicht die Blöße geben. Zugegebenermaßen brauchten wir noch eine kleine Aufwärmphase auf dem Spielfeld, ehe die Lok so richtig ins Rollen kam. Aber nachdem Hannah nach einer tollen Einzelaktion über die linke Seite den Ball mit der Rückhand sanft und ansatzlos im Tor versenkte, war der ESV Kessel auf Betriebstemperatur. Gesa und Leonie Bu bauten die Führung bis zur Halbzeit aus. Das Halbzeitergebnis gegen den ehrgeizigen SSC Jena war hochverdient, wenngleich auch hart erkämpft. In der zweiten Hälfte ging es uns dann leicht von der Hand oder besser gesagt, leicht von der Rückhand. Treffer Vier und Sieben wurden wie Number One mit diesiger erzielt. Dabei schließt das erste Hallentor von Constanze im Ansehen gleichauf mit dem „Ding“ von Hannah. Zudem staubte Antje ein weiteres mal ab und auch Vroni versenkte nach Strafecke den Ball im Netz. Durch eine tadellose Abwehrleistung gewannen wir das erste Spiel im neuem Jahr unterm Strich 7:0.
Nach einer kurzen Pause, etwas frischer Luft und einer Kreiseinheit standen wir auch schon dem SV Motor Meerane gegenüber. Ohne groß zu fackeln wurde der gegnerische Schusskreis unter die Lupe genommen und dem Meeraner Hüter ordentlich Beine gemacht. Bloß was war da los? War das Rückhand- und Einnetzkontingent für heute schon aufgebraucht? Dabei machte es uns die gegnerische Verteidigung doch zunächst einfach und schaute die ersten 10 Minuten im Spiel nur zu. Jeder kennt sie, diese bitteren Sportweisheiten, die keiner hören will: Wenn du Vorne kein Tor machst, bekommst du Hinten eins rein. Schwuppdiwupp und da steht es trotz einer starken ersten Halbzeit und vielen gut heraus gespielten Torchancen 0:1 aus Dresdner Sicht. Die zweite Halbzeit offenbarte ein ähnliches Bild und irgendwie schaffte es Meerane Treffer Zwei in unserem Kasten unterzubringen. Mit einem tollem Stechertor erzielte Leo Boe zwar noch den Anschlusstreffer zum 1:2, aber das Tor blieb bis zum Abpfiff weiterhin wie vernagelt. Tja, was soll´s? Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass die Vorrundenspiele nicht den Meister machen. Und mit dem 2. Tabellenplatz sind wir immerhin noch im Soll.
Ausblick: Die zahlreichen Schweißtropfen beim Functional Training machen sich bezahlt. Die Fitness und Konzentration der Mannschaft spiegeln sich in einer guten Abwehrleistung – wohl bemerkt, können die ESV Damen hier vier Saisonspiele ohne Gegenecke vorweisen – wieder. Am Ausbügeln der gelegentlich auftauchenden Abschlussschwäche können die Damen bereits am kommenden Sonntag in der Cotta Halle feilen. 10:00 Uhr und 11:40 Uhr schärfen wir für euch unseren Torinstinkt. Wir freuen uns auf eure Unterstützung.
Olé ESV!
Frizzi, Anja, Constanze (1), Sophie, Vroni (1), Leo Bu (1), Leo Boe (1), Antje (2), Gesa (1), Vanni, Hannah (1), Anka
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